Unsere Tiere riechen nach Pfefferminze

Unsere Tiere riechen nach Pfefferminze
Weiter gings heute mit der Ausmagerung von Flächen (Mahd von Blühwiesen um ausserdem noch
tolles Heu für die Tiere unseres Gnadenhofes zu organisieren)

Das Thema ist interessant (zumindest wenn man sich für Naturschutz interessiert):
Auch durch eine zweimalige Mahd im Jahr (und Abtragung des Mahdgutes) ließe sich über Jahre hinweg eine
artenreiche Wildblumenwiese etablieren (ohne jegliche menschliche Einsaat, diese käme durch Wind und Vögel zustande)
Aber das dauert natürlich zuweilen dann schon seeeeehr lange.

Die Schwierigkeit ist: Sind Böden mit sehr vielen Nährstoffen angereichert (z.B. durch die intensive Landwirtschaft),
dann setzen sich dort tendentiell nur wenige Gräser durch. Erst durch Nährstoffverlust wird eine wirklich sichtbare Artenvielfalt erreicht.
Je mehr Nährstoffe entzogen werden, desto besser (es gibt Studien, welche auf sehr mageren Böden bis zu 120 Wildpflanzen ermittelt haben).

Heute also weiter machen. Ordentlich dick mit Sonnencreme eingecremt,
2 Wiesen bearbeitet (In Melle Riemsloh und Melle Oldendorf).
Das Heu wird dann zu unserem Hauptquartier „Am Kreimerhof“ transportiert und dort zu Ballen gepresst.
Ein Teil davon wurde heute auch direkt verfüttert (das Foto entstand, als das Buffett schon leergeräumt war).
Das gab ein ordentliches Gedränge unter dne Tieren, denn am Standort „Melle Riemsloh“
wurde eine etwa 60 m²-große Minze-Pflanzengesellschaft gemäht. Roch ein bisschen so wie in einem Kaugummmiautomaten.
Ziegen, Schafe und Ponys haben jetzt einen frischen Atem.

Beide Blühwiesen waren ein schöner Erfolg. Insbesondere das Areal in Riemloh hat einen besonderen Wert, weil dort auch ein Schwalbenhotel steht.
Zwar noch keine Bewohner (glaub ich), aber das kommt noch.

Die Bilanz heute:
5 Stunden harte Arbeit, 6 Liter Wasser getrunken
Heu für ca. 40 Ballen geerntet (das reicht im Winter für sämtliche Tiere insgesamt 10 Tage, das ist schon mal was. Und ein richtig toller Kräuteranteil ist im Heu auch dabei.
🙂
Kein Sonnenbrand, dafür etwa 800 Kalorien verbrannt. Und die Artenvielfalt auf diesen Arealen wird weiter
wachsen. Und die Tiere riechen, als hätten sie sich 3 Stunden lang die Zähne geputzt.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

 

Fleisch ist Scheiß

Wie der Klimawandel beginnt unser aller Verhalten zu hinterfragen – inklusive eigene Nahrungsaufnahme
Müssen denn wirklich auf jedem Dorffest Bratwürstchen sein? Ohne Grillfleisch keine Feier?
Vorbereitung für Blühwiesen- und Gnadenhoffeier „Brödel“ laufen auf Hochtouren
Essen und Getränke für alle kostenlos
Auf der Feier werden 4 Obstbäume gepflanzt, um den CO2-Verbrauch der Party auszugleichen

Klingt spinnert? Bei dem was noch kommt absolut angemessen….

Ja, da haben wir den Salat. Die Klimakatastrophe kommt immer näher. Oder genauer: Sie ist da, hier vor Ort!

Nachgewiesen wurde, dass es eben nicht nur das „Wetter“ ist (was gerne von den Klimaerwärmungs-Leugnern behauptet wird)
sondern dass die Temperaturen global und kontinuierlich ansteigen:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimakatastrophe-globale-erwaermung-1.4538193?fbclid=IwAR1M8x4Vxs1IY7XI9k83VkpK-wvFPf04fR7y2K0rx7kfD5cBN-peuZD-hN0

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
verkündete diese Woche klar und deutlich, dass auch in Niedersachsen das Wasser knapper werden wird und der aktuelle Stand
„nur ein Vorgeschmack auf das ist, was noch kommen wird“:
https://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/1820819/wasser-wird-knapper-in-niedersachsen
Deutlich wird gesagt: Beim Wasserverbrauch in Niedersachsen wird es zu Konflikten kommen.

Aus dem [nördlichen] Afrika werden massive und sogar massivste Flüchtlingsströme erwartet
(völlig zu Recht, wer von uns z.B. würde bei solch katastrophalen Lebensbedingungen bleiben wollen?), gegen welche
die Migrationstendenzen der letzten Jahre winzig sind. Die AFD-Vollidioten geraten jetzt schon in Ekstase.

Die Klimazonen verschieben sind. Aus Deutschland wird Spanien (Hamburg, das nördliche Niedersachsen,
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein dürfen aber bleiben, wenn die Deiche erhöht werden).

Der Bericht des Weltklimarates folgt in etwa einer Woche. Und der Vorbericht lässt erahnen:
Es ist NOCH SCHLIMMER als zuvor gedacht:
https://www.tagesschau.de/ausland/klimawandel-regional-103.html?fbclid=IwAR2MYMv_pyo9SY77WVvI7kT50ZGSaBVO7Y8h7eX2O7b1W-6uj1009n4luyE

Tja, und wir Menschen? Machen wir weiter wie bisher?
Erschreckend ist es nach wie vor, wie wenig von uns bereit sind auf Flugreisen zu verzichten, ok.
Aber noch erschreckender ist es, wie wenig wir alle bereit sind, unser tägliches Verhalten zu hinterfragen.

Auf nahezu jedem Event, jedem Dorf- oder stadtfest darf der obligatorische Grill mit dem Fleisch aus Massentierhaltungen nicht fehlen.
Neulich noch erlebt. Sagt so ne Frau (während sie von der Bratwurst abbeisst): „Die Menschen müssen endlich aufwachen,
endlich wach werden. So geht es doch nicht weiter.“ Thank you for nothing! Danke für die Erkenntnis. Recht hast Du.
Ok, klingt jetzt hier mal wieder etwas klugscheissermässig.
Das Hinterfragen gilt natürlich für ALLE. JEDER von uns hat seinen Teil zur Klimaerwärmung beigetragen.
Und doch ist es Zeit fundamentale Dinge zu ändern.

Fangen wir mal an beim Fleischkonsum. Dass auf einem Gnadenhoffest kein Fleisch serviert wird, versteht sich natürlich von selbst.
Tiere tätscheln während gleichzeitig ihre Kollegen aus schrecklichen Haltungsbedingungen 50 Meter weiter verspeist werden passt vorne und hinten nicht.

Grundsätzlich: Wir wollen AUF KEINEN FALL anderen Menschen vorschreiben, was sie zu essen haben.
Aber: Am 3. August wird es (von uns) kein Fleisch geben.
Der Speisenplan für das Gnadenhof-BlühwiesenFest steht nun fest.
Es wird eine tolle Gemüse-Zuchhini-Suppe geben (mit Gemüse, welches etwa 100 Meter weiter im Öko-Garten geerntet wurden, siehe Bilder), Fingerfood,
Salate, Wraps, vielleicht Falafel, jede Menge Dipps, Saucen, und und und. Tolle Baguettes. Alles komplett vegan.

Die Getränke werden ausschließlich „Bio“ sein (von Georgs Bioladen).
Da es gleichzeitig auch eine Art Nachbarschaftsfest ist können wir natürlich nicht sagen, was nun andere Personen mitbringen.
Wir haben aber in den Einladungen die Bitte geäußert, dass kein Fleisch mitgebracht wird.

JedE/r, der Lust hat, den Gnadenhof einmal kennenzulernen ist grundsätzlich eingeladen (3. August, ab 16.30 Uhr, Am Wulberg 31).
Aber: Wir stellen maximal 80 Plätze zur Verfügung (das Essen wird hier selber gekocht),
und 60 Plätze sind schon weg. Wer also noch vorbeikommen möchte: Bitte unbedingt vorher eine Nachricht schicken.
Die Verpflegung (all inklusive) ist komplett kostenlos. Wir würden uns aber über eine kleine Spende freuen.

Was bringt es, auf Fleisch zu verzichten, im Sinne des Klimawandels?
* Das Fleisch aus Massentierhaltung ist einer der Hauptverursacher des Treibhauseffektes (Neben CO2 insbesondere Methan und Distickstoffmonoxid)
* 1 Kilogramm Rindfleisch kostet in der Produktion etwa 15.000 Liter Wasser (insbesonders Wasser für die Futterproduktion der Tiere)

Wenn man bedenkt, dass wir aktuell jeden Abend Hunderte Liter von Wasser in den Wald schleppen (siehe Foto), damit Rehe und Kleintierchen nicht verdursten
(die Pötte sind am nächsten Morgen nur noch halb voll), dann sind 15.000 Liter für ein beschissenes Kilo Rindfleisch einfach unfassbar!

* Ein Kilogramm Rindfleisch hat ein CO2-Äuivalent von ca. 13 Kilo CO2
Zum Vergleich: 1 Kilo Äpfel liegt bei 0,5 Kilo CO2
1 Kilo Tomaten bei 0,2 Kilo CO2.
Bedeutet: Treffen sich 4 Personen für einen netten Grillabend und verputzen 1 Kilo Rind,
so müssten sie danach eigentlich 1,3 Bäume pflanzen (ein Baum speichert im Jahr etwa 10 Kilogramm CO2)
und sich überlegen, wie sie anschließend die 15.000 Liter Wasser auftreiben, welche verbraucht wurden.

* Nicht zu vergessen: Es ist grausam, schrecklich, abgrundtief moralisch verwerflich, wie Tiere in der Massentierhaltung „gehalten“ werden.
Und das durch einen Kauf zu unterstützen? „Na die Musik und das Essen auf dem Dorffest waren aber prima.“ – Genau!
Und was ist „hinter dem Tellerrand“ passiert? Man Mann Mann!

Wir haben errechnet, dass für die Blühwiesen-Gnadenhof-Party etwa 40 Kilogramm CO2-Äquivalent auftreten.
Also werden am Abend dort dann 4 Obstbäume geplanzt. Damit sind wir (für den Moment) quitt.
Das Wasser für das Gemüse (zumindest für ein Großteil dessen): Regenwasser, gespeichert zuvor in 1000-Liter-Kanistern nach hilfreichen Starkregenfällen.

Wenn wir nicht anfangen dahin zu gehen, wo es weh tut (an unsere Ernährung), dann hinterlassen wir unseren Kindern einen nicht mehr lebenswerten Planeten.
Als Prä-Apokalyptischs Gratisgeschenk dürfen wir dabei sein, wenn es von nun an hochgradig spannend wird.

Ach ja: Dann sind da noch die Klimaerwärmungs-Leugner. Wie mit diesen umgehen?
Kommt auf den eigenen Gemütszustand drauf an (ich beschimpfe diese gerne auch mal oder mache mich über diese lustig.
Zugegeben: Ein positiver Effekt entwickelt sich daraus wohl nicht.).
Aber Menschen, die all jene Fakten ignorieren, die für jedermann ohne größere Anstrengungen objektiv ersichtlich, zu finden sind,
die glauben auch an den Osterhasen, an Ausserirdische im Kreml, an Donald Trump als Reinkarnation von Jesus oder
an Goofy und Micky Maus als nächste Doppelspitze im Amt des Bundespräsidenten/in.
Absolut hinrissiger Blödsinn.

Ok, pädagogisch richtig wäre: Erklären, erklären, erklären, die Fakten sind so, überleg doch mal, es wurde empirisch ermittelt, dass…

Macht müde (und manchmal auch sauer).
Niemals aufgeben! Mehr machen! Mehr hinterfragen! Mehr an die Ursachen ran. Für mehr Klugscheisserei!

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

 

Die heiße Phase der Klimaerwärmung

Jetzt haben wir es schwarz auf weiss und empirisch wissenschaftlich belegt (auch wenn es im Prinzip
durch diverse Teilstudien schon vorher klar war):

Zitat: „Die schmerzhafte Phase des Klimawandels hat begonnen“

* Der jüngste Temperaturanstieg in der Geschichte des Planeten, der so rasant abläuft, dass Tiere und Pflanzen in vielen Region sich nicht mehr anpassen können, hat den gesamten Globus erfasst
(die in den letzten Jahrtausenden stattgefundenen Schwankungen waren regionalen Charakters)

* In den letzten 2000 Jahren habe es mit Sicherheit kein Ereignis gegeben,
„das in Grad oder Ausmaß der Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte auch nur annähernd entspricht“.

Steht in keiner geringeren Zeitung als der aktuelle „Nature“!

Und auch nachzulesen hier:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimakatastrophe-globale-erwaermung-1.4538193

Nun, was werden wir hier vor Ort machen (in Melle):
Wir werden im Herbst etwa 50 Bäume pflanzen (vermutlich auf 3 Streuobstwiesen).
Das bewirkt etwa eine Speicherung von 500 kG CO2 pro Jahr und schafft Mikro-Habitate.

Wenn Ihr wollt dann macht mit!
Wenn Ihr wollt (aber nicht selber), dann spendet, damit wir weitere Bäume pflanzen können:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

sind 500 KG CO2-Einsparung pro Jahr viel?
Nein, der CO2-Abdruck eines einzelnen Menschen liegt in Deutschland bei etwa 9000 Kilogramm (pro JAHR!!!).

Was sind die größten Verursacher der Klimaerwärmung?
* Energiehaushaltungen (Strom z.B. aus Kohle, Nutzung fossiler Energie, großflächige Entwaldungen)
* Flugreisen, Flugreisen, Flugreisen, Flugreisen….und danach ein Kreuzfahrtschiff bestreigen
* Verzehr von Fleisch (Produktion von Methan, Distickstoffmonoxid)

Was können wir tun um gegenzusteuern?

* Den Urlaub in heimischeren Regionen verbringen (ist ja auch muckelig warm hier). Muss ja nicht immer Malle, Griechenland oder sonstwas sein.
* Auf Fleischprodukte verzichten oder diese drastisch reduzieren. Wieso muss bei jedem Gesellschaftsevent eigentlich eine Bratwurstbude sein?
* Solarzellen aufs Dach (z.B.)
* Bäume pflanzen, Bäume pflanzen, Bäume pflanzen

Blumiger Landkreis Osnabrück (und jetzt noch deutlich mehr machen und nicht nur Blühwiesen sondern auch Bäume pflanzen)
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, CO2 in Obstbäumen speichern
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Aus drei Schrottmaschinen wird eine Heile

Allerhöchste Zeit für die Blühwiesen-Sommermahd
Stech-Attacke von Erdwespen (?)
Aus drei Schrottmaschinen wird eine funktionierende.
Heute lag unser Motoreinachser „KingKong“ auf dem OP-Tisch.
Durch Handauflegen und ein ausgetauschtes Anbauteil mäht er jetzt wieder flott durch die Gegend.
Mittlerweile erkennen wir alle Einzelteile der Güde-Maschine mit verbundenen Augen.
 
Heute dann auch gleich drei Flächen gemäht. Immer nur 50 %, damit die Insekten noch genug haben.
Wenn die gemähten Flächen auch im Herbst wieder lange blühen sollen, dann ist es jetzt allerhöchste Zeit.
Auf diese Art und Weise ist es möglich, dass Blühwiesen von Mai bis Ende Oktober blühen. der andere Teil gemäht werden (oder alles zusammen Ende Oktober).
 
Das schöne an Naturschutzprojekten und einem Gnadenhof ist: Man bleibt immer in Bewegung.
Mal wird man von einem Schwein (Speedy) auf den nächsten Baum gejagt, und dann auch mal von einigen „Erdwespen“
quer übers Gelände. Beim Mähen heute ganz offenbar mehrere im Boden nistende Völker aufgescheucht.
Mann waren die hart. Haben auch nach 30 Metern Spurt noch nicht aufgegeben und dann sofort zugestochen.
5-6 Piekser waren dabei. Naja, gehört auch dazu.
Jedenfalls heute wieder jede Menge gemäht. Ein Teil davon wird von uns zu Heu für den Gnadenhof gemacht.
 
Blumiger Landkreis Osnabrück
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Steuerlich absetzbare Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Maschinenschaden Nummer EineMillionDrölf

Maschinenschaden Nummer 3745, Zwangspause Nummer 657/a
 
Ist mal wieder so weit. Maschine „King Kong“ hat heute auch ihren Geist aufgeben.
Ein daran gepropftes Anbauteil (auch schon älteren Semsters) ist bei der Mahd einfach abgebrochen.
Danke an Christian Becker und Tayler O’Brien für die tatkräftige Hilfe danach. Das Ding kommt jetzt erstmal ins Krankenhaus
und wird mit Gemüse wieder aufgepäppelt.
 
Wärhrend wir „in frühren Zeiten“ nervös geworden wären („Was sollen wir jetzt machen? Wie sollen wir
die Vereinbarungen mit den Stiftungen denn jetzt schaffen? Ohgottogottogott, wir werden alles zurückzahlen müssen und
bestimmt bei Wasser und Brot im Gefängnis darben…“), so hat sich eine gewisse Ruhe eingestellt.
So wie bei dem kleinen Hund, der die Mahd heute
ganz entspannt begleitet hat.
Is kaputt, mal wieder, wir haben noch 3 zerschlissene Maschinen zu Hause stehen, aus denen werden wir schon noch irgendwie ein
funktionstüchtiges Modell zusammenschrauben. Wird schon, weil es immer irgendwie wird.
Aus alten Resten was Tolles machen.
 
Die heute teilgemähte Wiese in Melle/Oldendorf ist ein Kracher. Kamille, Phacelia, Ringelblumen, Mohn, Kornblumen und und und.
Blühwiesen sind im ersten Jahr nicht immer ein Erfolg. Diese schon. Christian hat erzählt,
dass immer wieder hier auch Radfahrer und Wanderer anhalten und staunen, zu Recht.
So viel Leben ist selten in der „freien Natur“.
 
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Derber Zoff an Blühwiese

Sitzblockade an Blühwiese – Derber Zoff heute

Heute sollte eigentlich eine weitere Blühwiese zu 50% gemäht werden
(damit diese auch im nächsten Jahr wieder blühen kann).

Doch so einfach war es dann doch nicht.

Komme an die Blühwiese an der Oldendorfer Straße in Melle
gefahren und lade den Balkenmäher ab. Beginne zu mähen und vor mich hin zu pfeifen.
Plötzlich klopft eine offensichtlich stinksaure Wildbiene an mein linkes Brillenglas.

„Ey, du Wichser!!! Bist Du nicht ganz dicht oder was??“

Ich stelle verdattert den Motor aus. Die Wildbiene fängt derweil an das Brillenglas mit Kung-Fu-Tritten zum Splittern zu bringen.

„Wäh?“, frage ich?

„‚Wäh‘ ist keine inhaltliche Frage, Du blödes Arschloch! Du mähst hier gerade unser lebenswichtiges Refugium ab, Du Vollarschkrampe!!“

„Moment mal“, entgegne ich. „Gemeinsam mit dem Karsten haben wir das Ding hier überhaupt erst angelegt. Ausserdem mähe ich doch nur 50%,
der Rest wird erst gemäht, wenn auf der anderen Hälfte was nachgewachsen ist und wieder blüht“.

„Du hälst Dich wohl für nen ganz Schlauen, was!!!“, brüllt die Wildbiene.
„Meine Familie und ich, wir leben aber hier auf DIESEN 2 m², die Du gerade mähen willst. Und jetzt verpiss Dich, sonst mach ich Dir Beine….“

Etwas irritiert halte ich inne. Ich registriere, dass mich Hunderte von Wildbienen, Florfliegen, Grashüpfern, kleinen bunten Käfern ziemlich aggressiv anschauen.
Ich vernehme einen kleinen Sprachchor: „Hau ab, Hau ab, Hau ab, Hau ab!!“

„Aber Moment mal, ich MUSS hier mähen! Wenn hier nicht gemäht wird, dann ist es nächstes Jahr viel zu verschattet. Es wachsen keine Keimlinge mehr.
Der Boden muss ausgemagert werden.“

„Hömma, Professor Doktor Superschlau. Ich zähle jetzt bis 10, und dann bist Du weg. Ansonsten mache ich Hackfleisch aus Dir!“, die Wildbiene fletscht bösartig ihre
Zähne. „Unser Biotop, wir bestimmen wo es langggeht. Diese 2 m² werden nicht gemäht, BASTA. Fuck Off!“

Die ersten Insekten beginnen mich mit winzigen Erdklumpen zu bewerfen. Eine fulminante Sitzblockade rund um die 2m²-Blühfläche-inmitten-der-1000m²-Blühwiese hat sich gebildet.
Schmetterlinge, Erdhummeln, Grashüpfer, sogar einige Blindschleichen sind dabei.
Lang lebe der Widerstand. Sich nicht alles gefallen lassen.
Widerstand ist bunt und wichtig!

Ich respektiere das und mähe die 2m²-Insel nicht. Unter Hohn-und-Spottrufen zuckel ich ab.
Warum genau diese Insel so wichtig sein soll?
Keine Ahnung. Was weiß ich denn schon schon?

Gemäht wurde heute somit nur 49,8 %.

Blumiger Landkreis Osnabrück
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Spenden für das Projekt (steuerlich absetzbar):
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

 

Die schondenste Blühwiesenmahd geschieht durch Weidetiere

Es fällt ja oft sehr schwer aktuell die Blühwiesen zu mähen (immer nur zu 50%,
damit noch genügend Nektar und Pollen bleibt), muss aber sein, und ist Spitzenheu für unsere Gnadenhoftiere.
Bei der Mahd mit Balkenmähern ist es wichtig, dass man nicht zu tief mäht.
 
Mäuse z.B. verfallen aufgrund des Lärms der Maschinen zuweilen in eine Art Schockstarre (die Maus auf dem Foto
wurde jedoch gestern beim Betriebsausflug „vonne Arbeit“ in Ibbenbüren etwas deplaziert auf einer Strasse gefunden und in den Wald entlassen).
Das kann dann das Ende für die Tierchen bedeuten.
Schonender ist es mit Sensen zu mähen (dauert allerdings deutlich deutlich länger). Die allerschonendste Art und Weise jedoch ist eine Mahd durch Tiere.
Diese können dann gemütlich die Wildblumen abfuttern, traben gemächlich über sonnige Wiesen und freuen sich ihres Daseins.
 
Dank eingegangener Spenden heute damit begonnen ein weiteres Blühwiesen-Areal zu umzäunen (zumindest schon mal einige Pfosten gesetzt,uch der Zaun ist schon bestellt),
damit auch dort in Zukunft Schafe, Ziegen und Ponys die Mahd übernehmen können.
Sehr positiv: Wir nehmen weitere Schafe auf (privat, und werden uns dank einer zur Verfügung gestellten Fläche
auch (privat) um weitere 10.000 m² vergrössern).
Weitere Schafe bedeutet, dass auch grössere Flächen schonender beweidet werden können, sehr gut für den Artenschutz! Und sehr gut für die Schafe.
 
Danke an Philipp Horstmann, Lisa Fuchs, Lara Art, Ulrike Zinn, Sara K., Thomas Allewelt, Christiane T., Nora M. und Annett M., Juliana K. und Udo N..
Um die heute begonnene Fläche (etwa 800 m²) einzäunen zu können, wird ein Teil der Spenden verwendet.
Denn: Ein „sicherer“ Zaun kostet pro Meter etwa 5 Euro. Danke Euch für Eure Unterstützung.
 
Blumiger Landkreis Osnabrück + Gnadenhof Brödel Melle
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Eine Blühwiesenmahd schafft viele Vorteile

Im Augenblick ist heisse Phase der Blühwiesenmahd.
Diese bringt zwar ziemlich viel Action mit sich und ist körperlich nicht ganz ohne, schafft aber auch viele Vorteile:
 
* Durch die Mahd und das Abtragen des Mahdgutes werden die (zuweilen landwirtschaftlich überdüngten)
Flächen ausgemagert. Eine Überdüngung und Anreicherung mit Nährstoffen führt zu einer Verarmung der Flächen (Artenarmut, mit damit verbundenem Nahrungsmangel für Insekten).
Ergo: Je mehr Nährstoffe auf einer Fläche, desto weniger Arten können dort leben.
Es setzen sich dann nur wenige Gräser durch. Je nährstoffärmer jedoch dann eine Fläche wird (durch gezielte Mahd und Ausmagerung), desto größer ist das Artenspektrum.
Auf stark ausgemagerten Flächen wurden zuweilen schon über 120 verschiedene Wildblumen und Wildkräuter gesichtet
 
* Nur durch eine Mahd und das Entfernen des Mahdgutes können Blü+hwiesen dauerhaft bestehen. Andsonsten wäre die Verschattung zu groß und im nächsten Jahr hätten Keimlinge keine Chance.
 
* Unsere Gnadenhoftiere freuen sich über ein stetig gefülltes Heulager. Im letzten Winter hatten wir Heukosten von über 3000 Euro.
Dieses Jahr wird es weniger. Und das Heu ist von einer Spitzenqualität, mit vielen Kräutern (z.B. Koriander, Wiesen-Kümmel, Fenchel, Rainfarn, Heilziest, Wilde Möhre,
Wiesen-Salbei, Wilde Möhre)
 
* Viel Bewegung und viel Sport. Oft harken wir das Heu noch „wie früher“ zusammen und laden es dann mit einer Heugabel in unser Heumobil.
Seit Beginn des Projektes im Frühjahr 2017 nun 18,5 Kilo abgenommen. Ende Juli könnte die magische 20-Kilo fallen.
 
 
….wichtig: Immer nur 50% der Blühwiese mähen. Erst wenn diese Hälfte nachgewachsen ist und wieder Pollen und Nektar liefert das andere Areal bearbeiten.
Viele Tipps zur Mahd:
http://insektenrettung.de/eine-bluehwiese-anlegen/
 
 
Blumiger Landkreis Osnabrück
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