Brigade „Rote Morgensonne“ im Einsatz

Brigade „Rote Morgensonne“ im Einsatz

Heute morgen mit Beginn der Dämmerung. An der nächsten Blühwiese gearbeitet, muss alles abgemäht werden.
6:58 Uhr: Fahnenappell, Trompetensolo. „Brigade Rote Morgensonne! Seid Ihr bereit???!!“
„Immer bereit!!!“, schallt es aus Tausenden von Kehlen. Na also, geht doch!
Motoreinachser angeworfen, 200 Dezibel. A
lle Nachbarn geweckt, wer nicht freiwillig rauskam:
Sturmklingeln!!
„Ja Hopp Hopp Hopp, arbeiten fürs Kollektiv! Aber flott!!! Glaubt Ihr, das Artensterben und die Klimaerwärmung
besiegen wir durchs Nichtstun, oder was???!!“

Auf der Wiese daneben arbeitet die Brigade „Internationale Solidarität“
(Walliser Schwarzhalsziegen aus der Schweiz) bereits mit Feuereifer an einer naturschutzgerechten Gründlandpflege.
Erhalten heute alle den Orden „Freunschaft und Solidarität, Sektion 3“.
„Freundschaft!“, brülle ich herüber.
„Freundschaft!“, schallt es mit geballten Klauen zurück!

Anschließend noch das Eis bei den Gänsen und Enten zerhackt, die wollen ja auch
ihren Morgenkaffee. Zudem auf der „Kollektiver-Klimaschutz-Kolchose-Süd-SüdWest-Freiheitsrevolution-Südeuropa“
noch die Baumarten aus südlichen Gefilden mit Stroh abgedeckt. Sollte es noch kälter werden
gibt es Kombinatsschutzhauben.

Hoch die internationale Solidarität.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Blumiger Landkreis erhält bundesweite Auszeichnung

Ein Hammerkracher, Blumiger Landkreis Osnabrück hat den Bundesweiten „BeeBetter“-Award der Burda Medien im Bereich
„Private Initiativen und Engagement“ gewonnen!!!!
 
 
Zum Artikel:
 
Das Positive und Schaffende:
Ausgezeichnet wurden von der Jury „Preisträger, die mit ihrem Einsatz nicht nur Bienen retten, sondern auch die dahinterstehende Problematik
erkannt haben und aktiv helfen, die Folgen für die Umwelt zu beheben.“ Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt damit eine bundesweit hohe mediale Beachtung findet.
 
Das Preisgeld fließt im nächsten Jahr in regionales Saatgut. Und 2020 wollen wir zeigen, dass Menschen, wenn sie zusammenhalten und gemeinsam mitanpacken, das
„Unmögliche wahr werden lassen“ können
und den Blühwiesenkorridor zwischen Melle und Hagen a.T.W. fertigstellen werden.
Beteiligt haben sich dann im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ verschiedene Schulen, Stiftungen, Kirchengemeinden, Landwirte, Vereine, Firmen, viele Privatpersonen aber auch die Gemeinden
Melle, Hagen a.T.W. und die Stadt Georgsmarienhütte. Der Korridor auf einer Länge von 35 Kilometern wird dann nach 4 Jahren Arbeit bundesweit einzigartig sein und hoffentlich in vielen vielen Regionen Nachahmer finden.
 
Gleichzeitig stellt dieser zunächst nur einen Anfang dar. Er soll ermöglichen, dass auch verschiedene Wildbienenarten von Blühwiese zu Blühwiese fliegen können,
um sich genetisch auszutauschen. Im Jahr 2022 werden dann weitere Blühflächen angelegt, um die Abstände zwischen den Arealen zu verkleinern.
Hintergrund: Massiv bedroht sind die Wildbienen (weniger die Honigbienen, die Flugdistanzen von ca. 5-6 Kilometer schaffen).
Die Wildbienen jedoch können je nach Art nur zwischen wenigen Hundert Metern und bis zu 2000 Metern fliegen.
Das bedeutet: Im Zweifelsfalle leben sie auf einer Insel. Das führt zu Inzest und auf lange Sicht zum Aussterben.
 
Das Negative:
Insektenschutz im Landkreis Osnabrück wird leider nicht von allen Menschen unterstützt. Die Gewässerrandstreifenentscheidung der CDU + FDP hat
wertvolle Schutzstrukturen innerhalb des Korridors ad absurdum geführt. Insbesondere die Randstreifen im Meller FFH-Gebiet waren als wertvolle Vernetzungsstrukturen fest erhofft.
Nun müssen Bürgerinnen und Bürger ganz offensichtlich etwas mehr leisten, um die Scharte der Kreistagspolitik auszuwetzen.
Eine umfangreiche Anleitung basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahren haben wir hier veröffentlicht:
 
 
Die Protestpetition gegen die Gewässerrandstreifenentscheidung findet sich hier:
 
 
Die Einordnung in den größeren Kontext
 
Die Anlage eines Totholzhaufens, einer Blühwiese, von Feuchtbiotopen stellt die Schaffung von wertvollen Strukturen gegen das Artensterben dar.
Damit ist sie nicht nur eine Artenschutzaktion sondern gleichzeitig eine Maßnahme innerhalb eines größeren politischen Kontextes,
 
Den Lückenschluss des Blühwiesenkorridors werden wir am 20. Mai 2020 auf einer von uns gepachteten
Fläche, direkt an einem Fließgewässer (Alte Hase) anlegen. Hier werden wir einen 10-Meter-Randstreifen schaffen, auf einer Fließlänge von 60 Metern.
um anhand dessen zu demonstrieren, welch wertvolles und schützenswertes Leben sich hier einfindet.
 
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
 
Über jede Spende für unsere Artenschutzaktivitäten freuen wir uns:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Morgen große Baumpflanzaktion – auch für viele Insekten

Allright, die Vorbereitungen für die große Baumpflanzaktion morgen sind abgeschlossen.
10.00 Uhr Melle, Schlochterner Weg Ecke Hornstraße
 
35 Personen haben sich angemeldet, klasse!!!
Ihr könnt gerne auch spontan (und unangemeldet) vorbeikommen, die Aktion ist auch für Kinder geeignet.
Bringt wenn möglich bitte Spaten mit.
Alle HelferInnen können sich zudem ein paar Baumstecklinge für zu Hause mitnehmen.
 
Wer für Klima- und Naturschutz aktiv ist, der soll natürlich auch was gutes zu Futtern kriegen (ausschließlich Bio
und tierleidfrei). Also gibt es morgen Chili sin Carne, Baguette, tolle Aufstriche, Saft, Bier (mit Alk), Glühpunsch (ohne Alk).
Soll ja klassisches Novemberwetter werden, alsgo gibts auch nen zünftigen Bioschnaps/Likör (mit Alk), um den Magen zu wärmen.
Heute nen Großeinkauf bei Georgs Bioladen in Melle getätigt.
 
Danke insbesondere auch an die Firma Thomas Philipps, welche viele Bio-Obstbäume, Gießkannen und Spaten gesponsert hat.
 
Was passiert morgen?
 
A) Für eine hohe Biodiversität und gegen das Artensterben
 
Der erste Teil einer Obstbaumallee wird angelegt. Verschiedene heimische Apfelsorten, Birnen, Mirabellen, Kirschen etc. werden angepflanzt.
Da werden sich etliche Insekten und viele viele andere Nutznießer freuen.
Der zweite Teil der Obstbaumallee wird Anfang Dezember angelegt.
 
B) Für den Klimaschutz
 
Zudem werden wir einen Versuch starten. Feigenbäume, Datteln, Schwarznüsse, ein Olivenbaum (alle winterhart) werden angepflanzt.
Du Klimaerwärmung ist jetzt schon da, und in den nächsten 20, 30, 40, 50 Jahren kommt noch einiges an Temperaturanstieg auf uns zu.
Co2 müssen wird trotzdem speichern.
Gleichzeitig werden wir südeuropäische Nadel- und Laubbäume kombinieren.
Manna-Eschen, Zypressen, Zedern, Mittelmeerkiefern, Zerreichen, um zu sehen, wie sich diese Bäume in den nächsten Jahrzehnten hier so machen.
Der Nutzen fremdländicher für die heimische Artenvielfalt ist jedoch gering (heimische Arten sind an heimische Bäume angepasst).
 
Da eine Vielzahl heimischer Bäume jedoch massiv unter der Dürre der letzten Jahre leiden und vielfach sogar dadurch abgestorben sind, versuchen wir zudem etwas anderes.
 
Die Kombination heimischer Arten mit südeuropäischen Arten und Douglasien.
Auf diese Art und Weise kann (vielleicht) ein Mikroklima geschaffen werden, welches ein kleines Waldstück auch bei weniger Niederschlag entstehen lässt und dort für eine Erhaltung der Bäume sorgt.
 
Bäume benötigen den Schutz weiterer Bäume, um gedeihen zu können. Wenn nun aber die heimischen Arten der Klimaerwärmung zum Opfer fallen, dann kann (vielleicht)
die Kombination heimischer Arten
mit Hitze- und Dürreresisteteren Individuen das nötige Wachstumsklima und den entsprechenden Schutz schaffen. Es ist ein Versuch. Wir wissen nicht, ob es funktioniert.
Handeln müssen wir jetzt, darauf warten dass andere Handeln ist zuwenig.
 
C) Wieso ist die Ernährung für alle Beteiligten Bio und vegan?
Die Bio-Landwirtschaft ist in der Lage, das Insektensterben zu stoppen (welches die konventionelle Landwirtschaft maßgeblich mitverursacht).
Die Bio-Landwirtschaft schafft artenreiche Strukturen ohne Pestizide, ökologisch nachhaltig.
Damit es mehr Bio-Landwirte gibt muss der Markt wachsen. Mehr Verbraucher müssen Bio-Produkte kaufen.
So einfach ist es. Die Nachfrage bestimmt das Angebot.
 
Fleischliche Ernährung ist massiv für die Klimaerwärmung verantwortlich. Die Fleischproduktion sorgt nicht nur für schlimmes schlimmes Tierleid
und einen exorbitant hohen Wasserverbrauch, sie sorgt gleichzeitig für enorme Mengen an Co2, Distickstoffmonoxid und Methan, welche
aus unserem Planeten auf kurz oder lang einen Backofen machen werden (nur dann werden „Wir“ gebacken!!!).
Fleisch ist ein „Auslaufprodukt“ (obwohl die wenigsten Tiere Auslauf genießen dürfen). Auf den Schaden, den die Fleischproduktion verursacht, wollen wir mit der Aktion hinweisen.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, Klima schützen
http://blumiger-lkos.de
 
Wir benötigen Geld für unsere Projekte. Wer spenden möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck