Planung

Hier kannst Du einsehen, ob in Deiner Region (z.B. in Gärten, an Feldern, auf Äckern, städtischen und kommunalen Flächen etc.) bereits Blühwiesen/Blühstreifen/Blühmischungen angelegt wurden, welcher Bodentypus vorhanden ist, welches Saatgut für Blühinseln bzw. Blühwiesen bereits eingesetzt wurde etc….
Diese Informationen sind sehr wichtig, denn es gilt Biotope zu vernetzen. Wildbienen haben eine geringe Flugdistanz (bis zu 2 Kilometer, viele Arten „schaffen“ deutlich weniger). Somit ist es gut, wenn Blühwiesen in direkter räumlicher Nähe zu weiteren Blühflächen angelegt werden.
Per Mausklick wird deutlich, welcher Bodentypus in Deiner Region vorhanden ist. Diese Information kann an den Saatgutlieferanten gesendet werden, damit Du auch die richtige Saatgut-Mischung aussähst. Die Planungs-Anwendung kann somit bei der Umsetzung des „Volksbegehrens Artenvielfalt“ (großartige Sache!!) in Bayern helfen, und genauso z.B. von Landwirt Asmus Asmussen in Schleswig Holstein zur Planung von Blühstreifen eingesetzt werden – oder von „Martha Müller“ um das geeignete Saatgut in ihrem Garten auszusäen…
Standort planen, zusätzliche Informationen erhalten

Eigene Blühfläche eintragen (z.B. in Privatgärten, auf kommunalen Flächen, Randstreifen etc. etc.)

Auf folgender Seite kannst Du die von Dir angelegte Blühwiese (dazu zählen auch Blühmischungen in Privatgärten) eintragen:
Blühfläche eintragen.

Welchen Nutzen hat das?

  • Du hilfst damit ein dringend notwendiges Monitoring aufzubauen (wo sind Blühwiesen vorhanden, basierend auf welchem Saatgut? Wo können z.B. „Lücken“ geschlossen werden um dadurch Wildblumen-Korridore anzulegen? Wo empfiehlt es sich für Kommune XY aktiv zu werden, da Gemeinde ABC in der Nähe bereits eine Fläche geschaffen hat?)
  • Mit Deinem Eintrag hilfst Du dabei eine gezielte Planung zu ermöglichen. Im Sinne eines Insektenschutzes ist es wichtig, lokale/regionale „Blühbänder“/“Blühkorridore“/“Blühinseln“ anzulegen und Biotope zu vernetzen. Das klappt jedoch nur dann, wenn wir (als Gesellschaft, Kommune, Landkreis, BürgerInnen, Naturschutzgruppen etc.) wissen WO (!) bereits Areale vorhanden sind. Das Ziel muss es sein, einen regionsübergreifenden genetischen Austausch zu fördern. Dieser genetische Austausch ist elementar für eine Arterhaltung. Heißt: Wir müssen lokale/regionale Schutz-Korridore schaffen, damit Insekten von Blühfläche/-insel/-streifen/-wiese zu Blühfläche/-insel/-streifen/-wiese fliegen können. Dieses kann jedoch nur dann funktionieren, wenn wir wissen WO bereits Blühareale angelegt wurden, um somit das „Blüh-Netzwerk“ zu erweitern. Durch die Verortung von Blühwiesen in der Karte wird sichtbar, WO WELCHE Blühwiesen (WELCHER Größe? Basierend auf WELCHEM Saatgut?) vorhanden sind, um somit dort in der Nähe weitere Flächen zu schaffen. Zu bedenken ist: Gerade Wildbienen haben einen geringen Flugradius (etwa bis zu 2 Kilometern). Viele dieser Arten schaffen sogar nur eine Distanz von 500 Metern.
  • Auch im Zeitalter des Insektensterbens wissen wir viel zu wenig über Insekten. Es fehlen grundlegende Daten für wissenschaftliche Untersuchungen. Mit Deinem Eintrag hilfst Du, einen wichtigen Datenbestand anzulegen. Die Daten werden für die Allgemeinheit auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt und können in Forschungsprojekten einen sehr hohen Nutzen bringen. Die Daten werden unter der „Creative Commons-Lizenz (Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)“ veröffentlicht.