Tag der Superlative?

Morgen könnte ein Tag der Superlative werden.
Großaktionstag gemeinsam mit der GMH-Gruppe (Stahlwerk Georgsmarienhütte) und der Stiftung Stahlwerk in Hasbergen.
Heute jede Menge Nistholz präpariert.
Bei Insektennistholtz eignet sich z.B. abgelagerte Eiche oder Buche recht gut, Tanne (Nadelhölzer) sind eher nicht so sehr zu empfehlen (zu faserig).
Die Löcher sollten an der Längs- und nicht an der Stirnseite gebohrt werden (an der Stirnseite entstehen Risse, dort gelangt Feuchtigkeit rein und dann hat die
Nachzucht keine Chance).
Wenn die Löcher zwischen 2 und 10 mm groß sind (und mindestens 6 cm tief), dann schlüpfen dort wieder neugeborene Wildbienen.

Im Hof sieht es aus, als hätte dort ein Tornado gewütet.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Was ist eigentlich aus „Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“ in Melle/Westerhausen geworden?

Was ist eigentlich aus „Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“ in Melle/Westerhausen geworden? 🎉🌸🐑🦙🐎🌻🌻🌼🌸🌺🏆🏆🥇

Im letzten Jahr hatten wir ja dank vieler vieler Menschen, die für uns abgestimmt haben,
diesen Preis der Heinz Sielmann Stiftung erhalten:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/titel-fuer-melle-wird-greifbar-deutschlands-naturwunder-2018-letzte-refugien-fuer-insekten/
Dieser Preis, das kann man ganz klar so sagen, hat unseren Gnadenhof gerettet.
Und letztlich irgendwie auch unsere Projekte. Eine Räumung hätten wir (damals) vermutlich kaum überstanden.
Heute sieht das zum Glück anders aus. Wir konnten seit diesem Titel Strukturen weiter ausbauen, weitere Allianzen bilden, neue Projekte anschieben, weitere Areale pachten….
Damals stand es „auf Messers Schneide“.
Dank dieses Preises konnten wir über politische Meinungsbildung dafür sorgen,
dass ein Großteil unserer Pachtflächen zumindest temporär beweidet werden darf.

Zur Erinnerung: Gemäß der Stadt Melle hatte sich eine Anwohnerin über die Geräusche und den Geruch der Tiere beschwert, sodass
eine Räumung der Areale (Weideverbot!! – wäre einer Auflösung des Gnadenhofes gleich gekommen) im Raume stand (zum Glück alte Kamellen, das Verhältnis
zur Stadt hat sich seitdem wieder deutlich gebessert, mittlerweile machen wir ja sogar gemeinsame Projekte :-))
Dank des obigen Titels (nochmal DANKE!!! an alle, die damals abgestimmt haben) und unseres guten Anwaltes
konnten wir aushandeln, dass die Areale ab Ende Juni und auch im Herbst wieder schonend beweidet werden dürfen.
Heute eine kleine (Nachmittags-)Ausnahme gemacht, da unsere Ziegen und Ponys gerne Margeriten mögen.
Es blüht in allen Farben (vorzugsweise weiß), Insekten und Tiere sind happy und wir auch.
Es lohnt sich für Ideale einzustehen und auch mal ordentlich „auf die Pauke zu hauen“.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
Wer spenden möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Treffen mit Deutschland summt

And here we go…
Heute waren Corinna und Cornelis von „Deutschland summt“ vor Ort.
Wer das ist?
Nun: „Deutschland summt“ (https://www.deutschland-summt.de) hat schon vor über 9 Jahren auf das Insektensterben aufmerksam gemacht.
„Deutschland summt“ ist aktuell eine der größten bundesweiten Initiativen gegen das Insektensterben und für eine höhere Artenvielfalt.

Ähnlich wie das Netzwerk Blühende Landschaft, von welchem wir übrigens eine Regionalgruppe sind (http://www.bluehende-landschaft.de/).
Beide Netzwerke sind herausragend dafür verantwortlich, dass aktuell so viel gegen das Insektensterben unternommen wird.

Wir haben heute über neue Strategien gesprochen, neue Taktiken, gemeinsame Projekte.
Corinna und Cornelis sind „Naturschützer mit Leib und Seele“, und das schon seit vielen Jahren.
Diese Mentalität brauchen wir. Wir brauchen Akteure an der Basis, die bereit sind unter hohem Engagement sich für eine höhere Artenvielfalt einzusetzen.
Und sympathisch sind die beiden auch noch.

Was können wir tun um „Deutschland summt“ zu unterstützen?
Unterstützt Corinna bei diesem Wettbewerb:

Corinna Hölzer

GENAU diese Medien sind die Medien, in welchen wir landen müssen.
Wenn auch der „mediale Mainstream“ (was soll das eigentlich sein?) die Inhalte des Natur- und Artenschutzes verbreitet,
dann sind wir einen großen Schritt weiter. Und: 30.000 Euro fließen in die „Stiftung für Mensch und Umwelt“ und damit direkt in den Insektenschutz.
Mit 30.000 Euro lassen sich einiges bewerkstelligen.
Also bitte hier abstimmen:
https://goldenebildderfrau.de/gala-2019/corinna-hoelzer

Und: Bitte Bitte Bitte postet hier:
https://www.facebook.com/Deutschlandsummt/posts%2F2035957509847615

….warum Ihr Corinna unterstützt (WICHTIG!!!!!).

JEDER Beitrag einer Einzelperson (Post im Web oder Aktion draußen in der Natur) hilft.
Es ist so einfach. WIR ALLE können (im Kleinen wie im Großen) Berge versetzen.

Und: Macht Euch hier mal schlau und überlegt, wie Ihr teilhaben könnt:

http://www.bluehende-landschaft.de/

Blumiger Landkreis Osnabrück (geht auch überall anders auch)
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck
Regionalgruppe im Netzwerk Blühende Landschaft: http://www.bluehende-landschaft.de/

Und noch ein Mausklich mehr bitte:
Unterstützt auch die Artenvielfalt an Gewässerrandstreifen:
https://www.openpetition.de/petition/online/schaffung-eines-sachgemaessen-pestizid-schutzstreifens-an-gewaessern-im-landkreis-osnabrueck
…denn was Recht ist muss Recht bleiben!

 

Blühwiese Gigantomania

Eine weitere Großfirma dehnt ihre Umwelt- und Naturschutzaktivitäten in Melle weiter aus.
Heute ein Treffen bei „Thomas Philipps“ an deren Logistikzentrum gehabt.
Auch dort wurde gemeinsam eine Blühwiese angelegt, obwohl, ehrlich gesagt,
mit unserer kleinen Handwalze kam ich mir ja ein wenig verloren vor,
die haben mal gezeigt, wie eine „richtige“ Walze aussieht.
Dass die aber wirklich schneller war akzeptiere ich erst, wenn ich den Videobeweis gesehen habe 😉

In Ernst: In Windeseile ca. 1000 m² ausgesät und angewalzt, so geht das mit dem richtigen Equipment.
Die Firma „Thomas Philipps“ hat nahezu alles in Eigenregie gemacht und auch das Saatgut gesponsert, sehr gut und vielen Dank!!!!
Eventuell werden noch weitere gemeinsame Projekte folgen.
An ihrem Standort in Halbe (Brandenburg) überlegt „Thomas Phillips“ eventuell 20 Hektar (ja, Hektar, unglaublich!!) gemeinsam mit uns
anzulegen. Das ist mal Einsatz für eine Artenvielfalt, phänomenal!!!

Das Unternehmen hatte übrigens auch im Jahre 2017, als das Projekt „Blumiges Melle“ noch in den Kinderschuhen steckte,
das Projekt mit einer Spende unterstützt.

Die Blühwiese hilft bei der Vernetzung zwischen Melle-Bakum, Melle-Oldendorf und Melle-Westerhausen (siehe Karte).
Spitze!!!

Noch ca. 7-8 Wochen, dann wird es in vielen Farben blühen, ähnlich wie auf einer etwa 2 Kilometer entfernten Fläche an der Oldendorfer Straße.
Dort brauchen sich Insekten nicht um Ihr Wohlergehen sorgen. 10% der Stängel werden nicht gemäht, es liegt Totholz herum und blüht und blüht und blüht bis zum Horizont….

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Artenviellfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Melle ist im Fernsehen

Ein großer Tag heute. Das Fernsehen hat über „Blumiges Melle“ & „Blumiger Landkreis Osnabrück“
berichtet.

Heute kam der NDR vorbei (nicht der MDR, wie zuvor geschrieben) und hat einen Bericht über unsere Blühwiesenprojekte gedreht.
Danke an Simone Brockmann, Katja Birgitta, Sandra Hielscher, Karin Kattner-Tschorn, Anja Lange-Huber (beide vom Ortsrat Oldendorf),
Karsten Wachsmuth, Seppel Pabst und Peter Grothaus. Das war klasse heute!
Die ersten Szenen wurden gemeinsam mit unseren Gnadenhoftieren gedreht. Es hat sich rumgesprochen (und ist wissenschaftlich belegbar),
dass die Blühwiesenpflege durch Weidetiere einer Vielzahl von Insekten und anderen Kleintieren das Leben rettet (eine Mäh-Maschine würde
leider hier sehr viel Schaden anrichten).
Dann wurde die JAHRHUNDERTBLÜHWIESE von Peter Grothaus (Nähe des Campingplatzes Ludwigsee) besucht und mit einer Drohne beflogen.
Peters Engagement erhält nun eine Niedersachsenweite Aufmerksamkeit, sehr gut!! 🙂

Schlussendlich haben wir alle gemeinsam noch ein Teilstück eine Blühwiese mit Sensen gemäht (eine Mahd ist bei Blühwiesen zwingend erforderlich, um diese
langfristig erhalten zu können). Danke insbesondere auch an Anja Lange-Huber und Karin Kattner-Tschorn vom Ortsrat Oldendorf,
welche das Projekt übrigens schon lange und auf unterschiedliche Art und Weise unterstützen.

Hat Spaß gemacht und ist ja irgendwie auch sehr schön, dass Melle im Bereich von Natur- und Umweltschutz eine besondere Rolle einnimmt.
Auf den Punkt gebracht:
In der Bundesweiten Blühwiesenliga (http://bluehwiesenliga.de) liegt Melle in Bezug auf die Anzahl der Flächen unangefochten auf Platz 1.

Blumiger Landkreis Osnabrück
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Spenden für das ehrenamtlich durchgeführte Projekt sind jederzeit willkommen:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Wer möchte, dass die Artenvielfalt nicht nur an Blühwiesen sondern auch an Gewässerrandstreifen im Landkreis eine signifikante Chance hat,
der unterschreibe und teile bitte folgende Petition (WICHTIG, GANZ WICHTIG!!!):
https://www.openpetition.de/petition/online/schaffung-eines-sachgemaessen-pestizid-schutzstreifens-an-gewaessern-im-landkreis-osnabrueck

 

Magische Streuobstwiesen für die Artenvielfalt

Heute gemeinsam mit George Trenkler (von den Grünen) auf seiner tollen Streuobstwiese
zwischen Melle und Bad Essen gearbeitet. Streuobstwiesen sind ein seltenes und wichtiges Refugium
für eine Vielzahl von Arten (je nach Standort, Obstbäumen und Pflegeform für 3000 – 5000 unterschiedliche).
Damit die Artenvielfalt erhalten bleibt muss jedoch ab und an gemäht werden.

Knorrige alte Totholzbäumen stehen dort zwischen Apfel-, Birnen- und Kirschbäumen.
Auf den im letzten Jahr gemähten Wiesen haben sich Gesellschaften von Wiesenflockenblume und Wiesenmargerite gebildet, ohne
menschliche Aussaat, ganz natürlich durch Wind, Vögel etc.
Jede Menge Insekten tummeln sich dort, eine kleine Kröte (es könnte zumindest eine sein) kam vorbei und kuckte, ob alles ok ist.
HIER ist wirklich noch alles ok. Gäbe es doch mehr Orte wie hier.

George gehört zu den Leuten, welche den Verein „Tag der guten Tag“ betreiben.
<a href=“https://www.tag-der-guten-tat.de/“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.tag-der-guten-tat.de/</a>

Mitte September ist es wieder soweit. Einen Tag gestalten, an welchem man etwas für die Allgemeinheit (sozial, ökologisch etc.) tut.
Auch wir werden uns einbringen und planen zum Tag der guten Tat eine weitere Streuobstwiese in Melle/Oldendorf anzulegen.
Auf dass an einem weiteren Ort 3000 – 5000 Arten profitieren können.
Standort wird „Am Wulberg“ sein, dort, wo auch schon viele Blühwiesen blühen.
Ein weiterer Hotspot für die Artenvielfalt.

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Spenden: <a href=“https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck?“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck?</a>

Wer möchte, dass auch an Gewässerransstreifen im Landkreis Osnabrück eine Artenvielfalt möglich ist
und nicht weiterhin Pestizide alles Leben auslöschen, der unterschreibe folgende Petition:
<a href=“https://www.openpetition.de/petition/online/schaffung-eines-sachgemaessen-pestizid-schutzstreifens-an-gewaessern-im-landkreis-osnabrueck“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.openpetition.de/petition/online/schaffung-eines-sachgemaessen-pestizid-schutzstreifens-an-gewaessern-im-landkreis-osnabrueck</a>

 

Großaktionstag für die Artenvielfalt

Heute war Großaktionstag für die Artenvielfalt und gleichzeitig ein Tag für einige „Schröpfschnitte“

Nun, Blühwiesen machen im Prinzip was sie wollen. Sie blühen wann sie wollen, wo sie wollen und wie sie wollen.
Und wenn sie blühen, dann sind sie sehr schön.
Wenn sie nicht blühen, dann kann noch in einem gewissen Rahmen nachgebessert werden.
Heute ein herausragendes Exemplar in Melle (Am Wulberg/Ochsenweg) begutachtet.

Und dennoch: Es ist viel viel zu trocken in der Region.
Die im letzen oder vorletztem Jahr eingesäten Arten blühen in allen Farben.
Und die dieses Jahr ausgesäten Arten:
Oftmals kümmerlich, verzögert (aufgrund der Kälte im April und Mai, aber hauptsächlich wegen der Trockenheit).
Ein Ausdruck der Klimaerwärmung?
Möglich, Tatsache ist, wenn Blühwiesensaatgut nicht genügend Feuchtigkeit erhält, dann setzt sich das Gras gegenüber den Wildblumen durch.
Die einzige Chance besteht dann in einem Schröpfschnitt (je nach Wildblumenhöhe ein Schnitt auf 5,7,10 oder x Zentimetern.
Machen wir eigentlich so gut wie nie (denn wer eine Blühwiese haben will, der muss sich auch ein wenig selber engagieren ;-)).
Heute eine Ausnahme gemacht, aber nur weil es direkt in der selben Straße war 🙂

Wer sich gleichfalls für den Artenschutz einsetzen will, insbesondere an Gewässerrandstreifen, der möge bitte folgende wichtige Petition unterzeichnen:

https://www.openpetition.de/petition/online/schaffung-eines-sachgemaessen-pestizid-schutzstreifens-an-gewaessern-im-landkreis-osnabrueck

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Ein herrlicher Morgen

Ein herrlicher Morgen. Vor der Arbeit im Büro noch über einige Blühwiesen gestromert. Die Insekten wissen garnicht wo sie zu erst frühstücken sollen. Gerade nen kleinen Käfer auf ner Wiesen-Margerite begrüsst: „Good work, Ihr Ökofreaks. Reich mir doch mal die Schale mit dem Pollenpudding.“, mampfte er mit vollem Mund. Na also, es kann so schön sein und ist so einfach. 🙂 Die Blühwiesen aus dem letzten Jahr erstrahlen in vollem Glanz (mehrjähriges Saatgut), die Wiesen, die in diesem Frühjahr angelegt wurden brauchen noch 2 bis 3 Wochen.
Blumiger Landkreis Osnabrück
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Die Hunderste Blühwiese in Melle

Mehrere Generationen für den Artenschutz – Danke an Blühwiesen-Gigant Karsten Wachsmuth
Die Blühwiese Nummer 100 in Melle ist geschafft

Dieses Mal in Küingdorf. Die Karte spricht für sich, es ist gigantisch, was hier geschaffen wurde.
Dem Artensterben hoffnungslos ausgeliefert? Never ever! Wenn wir gemeinsam mitanpacken, dann drehen wir die Uhr zurück.

Besonders schön, wie sich mehrere Generationen an der Einsaat beteiligt haben. Spitzenklasse!!
Die Lage der Blühwiesen in Melle ist stark.
Unter folgendem Link die Karte:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=929867&mlon=6835712&zoom=12

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Solidarische Landwirtschaft ein Beitrag für mehr Artenvielfalt

Wahlen sind Wahlen (und sind ohne Frage wichtig)
Doch unabhängig von allen Wahlergebnissen zählen nur „Machen“ und „Tun“
Gemeinsam mit der Landwirtschaft für mehr Artenschutz
Nicht nur in Melle sondern überall

Es ist eine „neue Generation“ die sich aktuell für mehr Natur-, Arten- und Umweltschutz bildet.
Und das Tolle ist: Diese Generation ist altersunabhängig. Egal ob 30, 40, 50, oder 80 Jahre,
das Umdenken und Handeln ist grandios.
Es knistert im Gebälk!

Heute ein außerordentlich interessantes Treffen mit Carl-Philipp Brinkmeyer vom Elshof Melle gehabt.
Auch dort wird jetzt ein großer Blühstreifen für Insekten angelegt (wurde es offen gesagt aber auch
schon unabhängig vom Projekt Blumiger Landkreis zuvor schon).

Diese Treffen machen Mut. Bei Herrn Brinkmeyer merkt man die Energie schon, wenn man ihm auf 50 Meter entgegen kommt,
vermutlich auch vom Jupiter oder Saturn ist diese noch spürbar.
Viele Ideen, sehr viel schon umgesetzt, mit beiden Beinen auf dem Boden stehend und das „Große Ganze“ im Blick.
Und es geht: Landwirtschaft im Einklang mit Natur und Ökologie – Wesentlich ein Ergebnis knallharter Arbeit und
eines bewussten und offenen (und definitiv intelligenten) Geistes!
Sympathisch ist der Typ auch noch: Very well done!
Während das Treffen kam noch der ehemalige Ortsbürgermeister von Buer vorbei (Wilhelm Hunting) und erzählte,
dass er auf Flächen, welche vom Elshof bearbeitet werden, wieder Feldlerchen gesichtet hätte.
Sternstunden des Artenschutzes und Gänsehautatmosphäre für jeden Naturschützer! Großartig!

Auch hier wird ein weiterer (großer) Blühstreifen für Insekten angelegt. Und wichtig ist aber „das darüber hinaus“:

Die Landwirtschaft besitzt eine Schlüsselpostion bei der Förderung (oder Vernichtung) der Artenvielfalt.

Die konventionelle Landwirtschaft, so wie sie in den letzten Jahrzehnten vielfach betrieben wurde, hilft auf Dauer nicht weiter, im Gegenteil,
diese fördert das Artensterben sogar. Jedoch ist nicht der „einzelne“ Landwirt/die einzelne Landwirtin „schuld“ daran, sondern
viel mehr die Preis- und Konsumpolitik in unserer Gesellschaft. Was sollen LandwirtInnen denn machen, wenn das Wasser finanziell „bis zum Hals“ steht?
Wie würden wir alle handeln?

Jedoch: Wir als Verbraucher können dieses steuern. Wollen wir „billige“ Lebensmittel, ohne besondere ökologische Ansprüche – und kaufen diese –
dann unterstützen wir das System und können lange auf die Veränderung warten.
Etwas schärfer formuliert: Wer Billig-Produkte aus dem Massen-Supermarkt kauft, der braucht sich über das Artensterben nicht zu wundern!!!

Und: Es ist definitiv nicht fair die Verantwortung für das Artensterben auf den Schultern der Landwirte abzuladen.
Wenn wir diese nicht durch die Zahlung eines deutlich höheren Produktpreises unterstützen UND
endlich auch anerkennen, dass Bäuerinnen und Bauern für die Schaffung ökologischer Zusatzstrukturen (z.B. Blühwiesen, Trockensteinmauern etc. etc.)
auch monetär gefördert werden, dann können „wir“ meckern und zetern wie wir wollen. Der auf „andere“ gerichtete Zeigefinger krümmt sich dann plötzlich und:
zeigt auf einen selber (Kratz Kratz Kratz am Hinterkopf).

Der Elshof in Melle gehört zu den zwei Höfen der solidarischen Landwirtschaft im Meller Raum:

<a href=“https://www.solidarische-landwirtschaft.org/mitmachen/land-und-hoefe/angebote/“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.solidarische-landwirtschaft.org/mitmachen/land-und-hoefe/angebote/</a>

Eine echte Alternative, ein Vorzeigeprojekt, ein Aufruf aktiv zu werden und sich zu beteiligen.
Hier heute eine Menge gelernt (als Naturschützer kommt man aus dem Lernen nie heraus):

Z.B. dass Gurken, aufgepropft auf Kürbispflanzen, ausgezeichnet wachsen können (und ganz ohne Gentechnik), oder dass
ausgesäter Rasen im Gewächshaus hilft, damit sich der Morgentau nicht auf den Tomatenpflanzen absetzt (und dort die Blätter schädigt).
Hier werden Rinder, fern von intensiver Massentierhaltung, noch frei auf Wiesen gehalten.
Die Hinterlassenschaften der Tiere sind wichtig und hilfreich und bieten vielen Insekten (und deren Folgenutzern) Lebenshilfen.

Sehr schön auch, dass einige Lebewesen aus der Hühnerhaltung hier ihr Gnadenbrot finden.
Hühner können leider manchmal grausam sein und „picken ihr gegenüber förmlich tot“.
Das stimmt leider. Einige Hühner werden dann – in solchen Fällen – aus den Freilauf-Geländen umgesiedelt
und bekommen hier einen neuen Lebensplatz.

Auf dem Gemüseacker kommt es zuweilen zu Mäusefrass. Hier wird dann kein Massengift einsgesetzt sondern eine Ansitzstange für Greifvögel aufgebaut.
Auf dem Elshof leben z.B. auch Schleiereulen, die regeln das dann im nächtlichen Einsatz.

Es ist harte Arbeit und keine Selbstvewrständlichkeit – aber es ist machbar und schaffbar.
Eine ökologisxch nachhaltige Landwirtschaft – fördern und unterstützen wir diese, nur dann kann es langfristig funktionieren.
Erwerben wir dort Anteile, zahlen wir einen fairen Produktpreis (ggf. auch im örtlichen Bio-Laden),
und werden wir ein Teil des Wandels in der Agrarindustrie.
Durch unser aller Zutun können wir das schaffen.

Den Uhrzeiger stoppen wir um eine Minute vor 12 und drehen ihn zurück.

Gemeinsam mit Herrn Brinkmeyer wurden zudem noch Ideen für ein geplantes größeres Projekt zur Förderung der Landwirtschaft und des Artenschutzes in Melle gesammelt.
Das war klasse heute! Geschichte schreiben wir alle gemeinsam – Jetzt!

Blumiger Landkreis Osnabrück
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