Insekten-und Rehkitzrettung

Die Helden im Landkreis
Peter Grothaus (Besitzer der JAHRHUNDERTBLÜHWIESE) und die Rehkitzrettung Osnabrücker Land
Perfekte Beispiele für hohen Einsatz und Coolness!

Von solchen Tagen kann man lange zehren. Schön, dass es Menschen gibt, welche sich in hohem Maße
für Natur- und Tierschutz engagieren.

Teil 1: Auszeichnung der JAHRHUNDERTBLÜHWIESE etwa 200 Meter entfernt von
Campingplatz „Grönegau-Park Ludwigsee“ in Bissendorf
Auch die Presse war dabei.

Danke an Peter Grothaus für das tolle Engagement!!!

Warum diese Blühwiese?
Zunächst einmal besticht sie in ihrer Größe. Der Betreiber des Campingplatzes (Peter Grothaus) hat hierfür ein Areal von 6000 m²
zur Verfügung gestellt.
Dazu kommt, dass diese Fläche ein wertvolles Bindeglied zwischen den Blühbiotopen in Bissendorf und Melle ist.
Außerordentlich beeindruckend ist insbesondere aber die Vielfalt der sich hier entwickelnden Blühpflanzen (z.B. Korn- und Mohnblumen,
Ringelblumen, Borretsch, Roter und blauer Lein, Wilde Möhre, Wiesen-Margerite, Rote Lichtnelke etc.).

Die Artenvielfalt auf diesem Areal ist einzigartig. Die Farbenvielfalt fällt einem schon aus hoher Entfernung sofort ins Auge.
Die Lage an einem gut befahrenen Radweg ist optimal. Wir wissen von einigen Personen, welche aufgrund dieses Blühareals selber eine Wildblumenwiese im eigenen Garten angelegt haben.
Im Zeitalter des Artensterbens dient diese Fläche mit Sicherheit Tausenden von Lebewesen als Nahrungsquelle.

Während es im Jahre 2018 auf einigen Flächen aufgrund der starken Trockenheit relativ artenarm blieb, so konnte hier
eine Biodiversität festgestellt werden, welche einzigartig ist. Insbesondere auch die Schmetterlingsvielfalt hier ist beachtlich. Durch das nun aufgestellte Hinweisschild
sollen hier viele Spaziergänger und Radfahrer auf die Wichtigkeit des Insekten- und Artenschutzes aufmerksam gemacht werden.
Besonders positiv hervorhebenswert ist zudem das ehrenamtliche Engagement des Campingplatzbetreibers Peter Grothaus, welcher das Areal ehrenamtlich mäht und pflegt.

Die Weltkonferenz zur Biodiversität in Paris wies vor einigen Tagen darauf hin, dass die Folgen des Artensterbens genauso gefährlich wie
der Klimawandel sei. Zudem seien aktuell etwa 1 Million Arten (Flora und Fauna) vom Aussterben bedroht.

Artenreiche Blühwiesen, basierend auf regionalem Saatgut, stellen ein wichtiges Hilfsmittel zur Stabilisierung der Artenvielfalt dar.
Wildblumenwiesen sind Hotspots in einer ansonsten artenarmen und oftmals monotonen Kulturlandschaft.
Oftmals ziehen diese Flächen Arten aus dem gesamten Umkreis „magnetisch“ an. Die Jahrhundertblühwiese ist
zudem ein wichtiges Element bei der geplanten Schaffung des Blühwiesen-Korridors von Melle nach Hagen a.T.W.

Teil 2: Direkt neben der JAHRUNDERTBLÜHWIESE war heute die Rehkitzrettung Osnabrücker Land aktiv.

https://www.facebook.com/sven.pots.1

Ebenfalls ein absoluter HAMMER! 4 Rehkitze konnten vor der Mahdmaschine gerettet werden.
Danke für den tollen Einsatz!
Total beeindruckend: Mit Drohnen, ausgestattet unter anderem mit Wärmebildkameras (hier kommt Militärtechnik mal sinnvoll
zum Einsatz) werden vor einer Mahd Felder überflogen.
Die kleinen Kitze werden aufgespürt und vom Feld gebracht und so vor den großen Mähmaschinen gerettet.
Wir konnten heute sogar höhren, wie die kleinen Kitze bei ihrer Rettung nach der Mutter riefen (und diese wiederum nach ihren Kitzen).
Absoluter Gänsehautmoment! Die Jungs und Mädels sind top organisiert und retten hier Lebewesen. Live dabei gewesen, absolut gigantisch.
Direkt danach konnte die Mähmaschine dann problemlos über das Feld rattern.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Rehkitzrettung Osnabrücker Land
https://www.rehkitzrettung.eu

 

Zeit für eine neue Bewegung! Diese startet JETZT!

Zeit für etwas Großes? Zeit für eine neue Bewegung!!!
Insektensterben? Artensterben? Pestizidrückstande überall?
Die neue Bewegung startet JETZT!!!
Überall im Lande bilden sich neue Kleingruppen, haben Menschen es so dermaßen satt, den „ausgetretenen Pfaden“ weiter zu folgen.
„Wir können ja nichts machen?!“ – Blödsinn hoch drei!
Wir können ALLES machen und VERÄNDERN!
Es knistert, und wie!!! Nur ein Teil davon (Heute ein großartiges Treffen in Melle/Oldendorf erlebt):
Solidarische Landwirtschaft, gesunde Ernährung für uns alle, ohne todbringende Pestizide, Monokulturen und Lobbyismus.
Wer weiter denkt, kauft näher ein! Heute in Melle/Oldendorf gewesen und ein Bieterangebot gemacht! Das macht Mut!!!
Der Markt sind wir alle!

Während es früher hieß: Sorgen wir für gute Bedingungen für zukünftige Generationen,
so ist der Zeitpunkt gekommen, an welchem wir SELBER betroffen sind!
Heute in großartiges Treffen in Melle/Oldendorf auf dem Hof von Familie Lau gehabt:

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1716896/in-melle-gruendet-sich-die-solidarische-landwirtschaft

Über 20 Personen waren vor Ort. Die Energie spürte man in allen Haarspitzen. Glühende Ohren,
Euphorie in den Stimmen, so viel wie in den letzten 20 Jahren nirgendwo erlebt, es passiert endlich was! Großartig!!!
Selbst Menschen, welche aufgrund von schlechten Erfahrungen zuletzt konsterniert waren,
waren nun mit wieder mit vollem Elan dabei….

Wie kann das sein?

Soldarische Landwirtschaft?
Nun: Nahrungsmittel werden lokal angebaut, ökologisch nachhaltig und ohne todbringende Pestizide.
JedEr BürgerIn hat die Möglichkeit, hier Anteile zu erwerben.
Heisst: Man hat die Möglichkeit vor Ort zu sehen, wie die Nahrungsmittel angebaut werden und zahlt einen monatlichen Obolus,
um „vor Ort“ keinen Schaden an Flora & Fauna anzurichten, sondern im Gegenteil!!
Nahrungsmittel im Einklang mit der Natur, ohne Zwischenhändler!
Jede Woche holt man sich „seinen Anteil“ an ökologischen Lebensmitteln ab.

[Um nicht falsch verstanden zu werden: „Zwischenhandel“ ist nicht per se schlecht. Bei Bioläden vor Ort sogar expliziz gut!]
Wir geben einen „Auftrag“ an einen ökologisch orientieren Bauern vor Ort.
Dafür zahlen wir und haben die Möglichkeit mitzuwirken, geniessen Transparenz, können uns ein Bild machen, und verzehren, was die regionalen Böden
hergeben. Ohne Unterstützung der Landwirtschaft werden wir never ever dem Artensterben Einhalt gebieten.
Wir haben es alle in der Hand!

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/

Mitmachen! Unterstützen! Geld zahlen und eine faire ÖKOLOGISCHE Gegenleistung erhalten.

Wir kämpfen gegen Windmühlen?
Oh Nein, ein Schwarm ist größer als ein Felsbrocken Sturheit!
Die Veränderung erleben wir nun selbst!

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/
Insektenrettung.de
Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

 

 

 

Insektenschutz-Aktionstag in Venne

Blumiger Landkreis Osnabrück in Venne –
Viele Helfer und viele Journalisten! Insekten retten!
Ein großer Tag für die Artenviefalt!!!
 
Der Kampf gegen das Artensterben und für eine höhere biologische Vielfalt geht weiter!!
Im Oktober letzten Jahres begannen die ersten Vorbereitungen.
Gestern nun war es soweit.
Danke insbesondere an die Grundschule Venne (dankend hervorgehoben sei an dieser Stelle Frau Bragulla), Häcker Küchen GmbH & Co. KG
(ohne deren Unterstützung hätten wir das never ever stemmen können, thank you well),
die Kirchengemeinde Walburgis (Das war großartig!), den Golfclub Varus e.V. (Danke insbesondere an Herrn Garthaus und Frank Mueggenborg ( mit ue?))
und den Heimat- und Wanderverein Venne (Danke an Herrn Wolff), die Gemeinde Ostercappeln sowie etliche Privatpersonen.
 
Teil 1, 8.30 Uhr:
Der Tag fängt prima an. Philip Ufer, Mitglied des Kirchenvorstandes der Walburgis Gemeinde, ein Veller „Urgestein“ (trotz seines
jungen Alters) und gleichzeitig auch der Gärtner des Venner Friedhofes hat sich extra für den Tag Urlaub genommen. Wir ebenfalls.
Er wird uns heute durch Venne lotsen und tatkräftig mithelfen. Danke!! Das hat einiges für uns erleichtert.
Auf der Venner Mühleninsel startet der Tag. Ca. 40 Kinder der Grundschule und viele viele weitere HelferInnen sind dabei.
Auch der Landrat Dr. Lübbersmann (hat als Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung der Sparkassen Osnabrücker Land
für eine hohe finanzielle Förderung des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück (PLUS) gesorgt, danke dafür :-)“) ist dabei.
Verschiedene Offizielle der Gemeinde Ostercappeln (man möge mir mein dementes Namensgedächtnis verzeihen) z.B. Herr Ballmeyer,
Herr Borgmeier und Herr Rohrmann sind aktiv vor Ort. Auch von Häcker Küchen sind z.B. VertreterInnen der Marketingabteilung (Danke insbesondere an Frau Rehm und Herrn Breder) sowie
Jochen Finkemeier (Danke!!!)
und Herr Bäumer anwesend. Karsten Wachsmuth und Simone Brockmann sind auch am Start, gottseidank, absolut zuverlässige emsige Arbeitsbienen und Organisatoren im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“.
Ich hab kaum geschlafen, nix gegessen, bin aufgeregt und irgendwie vor lauter Nervosität auf nem anderen Planeten, ausserdem ist mir vor Anspannung irgendwie schlecht.
 
Das Saatgut wird ausgesät, die Kinder haben eine Menge Spaß. Die Presse ist auch dabei und das erste Teilstück auf der Venner Mühleninsel wird in ca. 8 Wochen blumig bunt.
Danke an unseren genialen Grafiker Mark Hamburger sowie die Marketing-Abteilung von Häcker Küchen, welche das Blühwiesen-Hinweisschild umgesetzt haben. Sieht top aus!
 
Dezent und leise deute ich dem Landrat „durch die Blume“ (welch Wortwitz) auf mein Unverständnis in Bezug auf den kürzlich entschiedenen, viel zu geringen Pestizid-„Schutzstreifen“ an FFH (!!!)-Gewässern im Landkreis Osnabrück an (1 Meter – das ist viel zu wenig!!! Mindestens 5, eher aber 7 oder 8 Meter wären nötig). Trotz der Freude über die Unterstützung für das „Blumiger Landkreis Osnabrück-Projekt“: Es zählt das „große Ganze“. Dass es zu Interessenkonflikten und Abwägungseffekten kommen kann verstehe ich. Dass dem Landkreis Osnabrück eine Millionenstrafe seitens der EU aufgrund von Missachtung von europäischen Vorgaben droht verstehe ich auch. In Kürze (in ca. 1 Stunde) wird das Plädoyer der Pariser Konferenz zur Artenvielfalt bekannt gegeben. Die ziemlich schwachsinnige Entscheidung des Kreistages der Landkreises Osnabrück zur Verringerung des Pestizid-„Schutzstreifens“ auf 1 Meter (Bayern hat 5 Meter, Baden Württemberg 5-10 Meter) [siehe http://blumiger-lkos.de/die-wahrheit-und-nichts-als-die-wahrheit-ist-immer-relativ/] war nicht nur aus sachlichen Erwägungen armselig (subjektive Meinung von Kai) sondern auch zeitlich nicht besonders clever gewählt..Das dürfte der/die eine oder andere Kreistagsabgeordnete mittlerweile wohl auch gemerkt haben…Hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer…
 
Teil 2, ca. 10.00 Uhr:
Auf zur Fläche 2, irgendwo „in der Wallachei“. Ohne Philip hätten wir das kaum gefunden.
Das „Siezen“ ist vorbei. Merken wir immer wieder. Spätestens auf dem Acker, bei der gemeinsamen Maloche, lösen sich Förmlichkeiten auf.
Der Marketing-Mitarbeiter von Häcker Küchen ist nun nicht mehr „Herr Breder“ sondern „Lars“.
Herr Finkemeier Junior heisst nun ganz einfach „Jan“, netter Typ übrigens. Gemeinsam säen wir aus, Karsten und Jan liefern eine sehr gute Performance auf der Walze.
Wir sichten jede Menge Schwalben (nicht mehr sehr häufig anzutreffen), ein Rebhuhn (selten), Hasen und schaffen gemeinsam ca. 2500 m² Blühwiese (durch einen Landwirt ehrenamtlich vorgefräst)
in ca. einer Stunde. Macht Spaß, alle sind munter dabei.
Mir ist nicht mehr schlecht.
Auf der Artenschutzkonferenz wird verkündet, dass etwa 1 Millionen Arten (Flora und Fauna) vom Aussterben bedroht sind.
Das was wir hier gemeinsam – mit unterschiedlichsten Beteiligten – in Venne und im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ machen, ist gold wert –
wussten wir aber auch schon vor der Konferenz. Trotzdem zeigt es: Viel Zeit haben wir nicht mehr. Aber auch das ist allen Anwesenden bewusst.
Gemeinsam klotzen wir ordentlich ran…
 
Teil 3, 12.00 Uhr:
Philip führt uns zum Aussichtsturm Venne. Aus gefühlt 10.000 Metern Höhe haben wir einen ausgezeichneten Blick
über den schönen Ort. In der Ferne glitzert der Mount Everest in der Sonne.
Mir wird ob der schwindelerregenden Höhe (…und des sich nicht vermeidbaren Fernsehinterviews) schon wieder schlecht.
Als ich wieder unten bin umarme ich in grenzenloser Dankbarkeit einen kleinen Hund und küsse den Boden.
Wenig später sitzen wir in alle gemeinsam in der warmen Stube bei Philips Mutter (Danke!!). Es gibt ein erstklassiges Mittagessen und wir wärmen
uns auf (am Mount Everst war es bitter kalt).
Der NDR ruft an. Sie würden gerne auch ein Radiointerview führen.
 
Teil 4, 13.30 Uhr : Friedhof Venne
Der NDR baut seine Kameras auf und wir geben Radiointerviews.
Auch Philip erzählt gute Sachen. Dass die Kirchengemeinde mitmacht ist spitze.
Eine hohe Artenvielfalt mit bunten Wildblumen auf dem Friedhof ist ein gutes, richtiges und wichtiges Zeichen.
Danke, das ist genau die richtige Einstellung. Gut gemacht!!!
Der NDR filmt Karsten an der Fräse, als ob Diego Maradona gerade einen Sololauf startet.
Ist ja auch irgendwie so.
Ich zähle die Stunden bis zum Interview. Wo bleibt unser Pressesprecher?
 
Teil 5, 15.00 Uhr: Nochmal auf der Mühleninsel
 
Die NDR-Leute sind nett und sympathisch. Macht Spaß.
Die nächste Teilfläche wird ausgesät. Die Kids freuen sich, mal live im Fernsehen zu sein. Gute Action hier.
Die Journalistin kenn ich aus dem Fernsehen (haha).
 
Teil 6: 15:27:
Auf dem Weg zum Golfplatz Varus e.V.. Eine ganze Armada von Übertragungswagen und JournalistInnen-PKW folgt uns.
Mir ist mal wieder schlecht(nix Neues). Unser Pressesprecher ist immer noch nicht da.
 
Teil 7: 16:00-19.00 Uhr
Golfplatz. Überall NDR-Wagen.
Frank Mueggenborg, der Greenceaper des Golfplatzes zeigt uns das Areal.
Ist ein bißchen wie eine Safari. Im Dickicht meine ich ein Zebra erspäht zu haben, vielleicht ein Irrtum.
Der Golfplatz ist ein erstklassiges Ökotop. Auf ca. 100 Hektar gibt es verschiedene Feuchtbiotope, Sand-Magerrasen, Lupinen- und Phacelia-Gesellschaften,
Birkenwäldchen, Uralte Eichen, eine Menge Obstbäume. Ohne wenn und aber: Die leisten hier eine erstklassige ökologische Arbeit.
Die ersten Lichtstrahler werden vom NDR aufgebaut.
Der Golfclub lädt alle Beteiligten zum gemeinsamen Essen ein. Total nett. Danke!!
Ich glaube so gut wie in Venne sind wir noch nirgendwo bei der Anlage einer Blühwiese bewirtet worden. Super lecker!
Gleich ist Interview-Time. Unser Pressesprecher ist nicht da (weil wir keinen haben :-/).
Ich leere ein großes Bier innerhalb von 20 Sekunden und trinke nen Schnaps.
 
Teil 8: 19.30 Interview:
Dauert 30 Sekunden. Aus dem Nichts tauchen neuralgische Szenen meines Lebens auf. Die Einschulung, das erste eigene Fahrrad, Pokalsieg des HSV. Die erste WG, Hochzeit, eine Sonnenblume…und und und.
Ich werde nicht ohnmächtig, sabbel irgendwas von dringend benötigter ökologischer Landwirtschaft, die wir alle gemeinsam fördern müssen, und so,
kucke ziemlich schräg und debil in die Kamera und trinke direkt nach dem Interview sofort noch nen Schnaps.
Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig, ok, alles klaro. Aber lieber 100 Stunden im strömenden Regen Flächen fräsen als 30 Sekunden Endzeitstimmung.
 
Hier der NDR-Bericht:
 
Teil 9: 20.00 Uhr: Mit Philip zur Mühleninsel, noch ein Schild aufstellen
 
Danke !!!! an alle, mit mitgewirkt haben.
In Bezug auf das Artensterben steht es schlimm auf dem Planeten.
Dennoch: In der 76. Minute auf 1:3 verkürzt…noch können wir das Ding drehen.
 
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Werdet aktiv, legt selber Blühwiesen an..handelt!
Wie das geht?
 
Oder spendet:
 
 
…aber MACHT irgendwas!

Aktionstag im Zeichen der Nachhaltigkeit bei Spies Packaging

Wow! Was für ein starkes Zeichen! Heute bei der Firma „Spies Packaging“ https://www.spies-packaging.com
in Melle/Gesmold eine gigantische Blühwiese auf 3000 m² angelegt. Gemeinsam, 85 Personen waren dabei und haben ihre Freizeit investiert um ordentlich für die Artenviefalt mitanzupacken. Aussäen und festtreten. Großartig!! Wenn viele mitwirken, dann sind 3000 m² in einer Stunde fertig.
https://www.facebook.com/SPIESPackaging/

Insbesondere das Gesamtkonzept des Tages war und ist beeindruckend.
Nicht nur, dass eine Blühwiese basierend auf regionalem Saatgut (Veitshöchsheimer Bienenweide Nord:
https://www.saaten-zeller.de/landwirtschaft/veitshoechheimer-bienenweide) ausgesät wurde.
Die Fläche ist umgeben von diversen Stauden, welche Lebensräume für viele Tierarten bereitstellen werden.

Zudem gab es heute noch ein schönes Firmenevent.
Während vielerorts dort dann die klassische Würstchenbude mit Fleisch aus Massentierhaltung stehen würde, so war es hier ganz anders!
Hier wurde auf nachhaltige Bioqualität gesetzt. Biogetränke, Biosuppen, und sogar spezielle Suppen für Vegetarier und Veganer. Mega lecker wars, von http://www.mellows-os.de/. Sehr zu empfehlen.
Das ! ist wirklich ein Zeichen.

Danke an alle, die mitgeholfen haben. Die Fläche gehört zu den größten Blühwiesen in Melle und wir haben selten so viele fleißige Helferinnen und Helfer erlebt.
Großartig!

Noch sind es nicht sooooo viele Unternehmen, welche solche Konzepte umsetzen, aber es werden immer mehr.
Vielleicht sorgen Klimaerwärmung und Artensterben noch dafür, dass eine ganz neue Bewegung entsteht. So wie heute kann es was werden.

Mitanpacken! JedeR EinzelnE! In seinem/ihrem Umfeld und drüber hinaus, so schaffen wir das.

Blumiger Landkreis Osnabrück
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Blökmäh und die Blühwiese

Ein Unterstützungsprojekt für das Insekten- und Tierschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ der ganz besonderen Art.
Das sind die Dinge, die uns immer wieder begeistern. 😀😀😍🐝🐛🦋🐑🌿🌴🌸🌼🌻
Die Kinderbuchautorin Ute Ost (Osnabrück) hat ganz aktuell ein neues, liebenswertes Buch veröffentlicht.
 
„Blökmäh und die Blühwiese“.
In dem lebendig geschriebenen Werk wird Kindern die Bedeutung einer Blühwiese näher gebracht – ein Buch, welches „das Herz berührt“, nicht nur von Kindern.
 
„Habt Ihr schon von Blökmäh gehört?
Sie ist eine Schiege. Als sie während eines Sturmes auf das Nachbargrundstück
klettert, um Schutz zu suchen, entdeckt sie eine wunderschöne Blühwiese. Sie beginnt zu grasen.
Plötzlich summt und brummt es um sie herum.
Das macht ihr Angst. DIe Biene Melli und die Hummel Bommel machen Blökmäh darauf aufmerksam, dass sie die Blüten frisst, aus denen sie selbst Nektar und Pollen sammeln. Wie können sie das Problem lösen?“
 
ISBN 978-3-00-0624971-1
5,50 Euro
 
Mit Bildern von Markus Nimtz. Das ist eben jener Zeichner, welcher auch alle Werbegrafiken und Werbeschilder
für „Blumiger Landkreis“ erstellt.
 
Von jedem Buchverkauf gehen 50 Cent an das ehrenamtliche Blumiger Landkreis Osnabrück-Projekt.
Wir sagen Danke!!! 🙂
 
Buchbestellungen bitte direkt an: Bloekmae@web.de
 
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Interesse am Insektenschutztag in Venne bricht alle Dämme

Das Interesse am Insektenschutz-Aktionstag in Venne „bricht alle Dämme“. Soeben hat sich der NDR gemeldet.
Diese wollen nun nicht mehr „nur“ Niedersachsenweit sondern sogar Norddeutschlandweit berichten.
Sehr gut 🙂
Auch der Landrat Herr Dr. Lübbersmann hat sich angekündigt.
Die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land verkündet eine Förderung des Projektes.
Das regionale Spitzensatgut ist heute auch angekommen.

Programm (in Kurzform) und offizielle Pressemitteilung hier:

Montag, 6. Mai (8.30 Uhr): Treffpunkt aller Beteiligten in Venne auf der Mühleninsel, Aussaat der ersten Teilfläche gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Gegen 10.00 Uhr: Aussaat einer durch einen Landwirt angelegten Fläche. Mindener Weg 8, Venne

14.00 Uhr: Friedhof Venne (Hauptstraße/Am Friedhof), Aussaat mehrerer Flächen

15.00 Uhr: Erneut Treffpunkt an der Mühleninsel, Aussaat einer weiteren Fläche, gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Ab 15:45 Uhr: Ankunft am Golfplatz des Golfclub Varus e.V.
Im Schlingerort 5
D-49179 Ostercappeln-Venne

Ab dann: Liveberichte und weitere Aussaat einer Teilfläche

Die Pressemeldung:

Großaktionstag in Venne am 6. Mai gegen das Insektensterben und für eine höhere Artenvielfalt

Im Rahmen des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen“
beteiligen sich am 6. Mai eine Viezahl von Akteuren an der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen.
Mitgestalter sind die Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, der Heimat- und Wanderverein Venne, der Golfclub Varus e.V.,
die Walburgis Kirchengemeinde Venne, die Grundschule Venne, die Gemeinde Ostercappeln, die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle (Projektinitiator) und verschiedenen Privatpersonen.

In Venne werden an insgesamt 6 Standorten Blühwiesen, basierend auf regionalem Saatgut, angelegt.
Auch ein Kamerateam des NDR hat sich angekündigt. Die Berichterstattung erfolgt „Norddeutschlandweit“.

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Allen Beteiligten gebührt ein hervorgehobener Dank. Der Aktionstag in Venne
stellt im Rahmen des Projektes Blumiger Landkreis Osnabrück die bislang größte gemeinsam durchgeführte Aktivität dar – das ist ein tolles Zeichen für den Artenschutz,
auch über den Landkreis hinaus. Ein besonderer Dank gilt zudem der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, welche einen hohen Betrag für das Projekt gespendet hat
und dadurch den Aktionstag ermöglicht.“

In Abstimmung mit dem Landrat Dr. Michael Lübbersmann hat zudem auch die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land eine Förderung des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück PLUS“ zugesagt.
Neben der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen wird hierbei auch eine schonende Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere des Gnadenhofs „Brödel“ aus Melle (http://gnadenhof-melle.de) unterstützt.
Zudem steht die Schaffung von Nisthilfen durch Totholz-Areale im Blickpunkt des Projektes.
Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines Blühwiesenkorridors von Hagen a.T.W. bis zur „Blühwiesenhauptstadt“ Melle sowie von Melle bis nach Ostercappeln.

Zudem werden im Rahmen des Projektes verschiedene Landwirte bei der Schaffung artenreicher Blühwiesen finanziell unterstützt.

Karsten Wachsmuth, Projektgestaltet von Blumiger Landkreis Osnabrück: „Wir danken der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und Landrat Michael Lübbersmann.
Wir sind überwältigt davon, wie viele Menschen sich mittlerweile für das Projekt engagieren. Insbesondere die Gestaltung des Blühwiesenkorridors hat eine hervorgehobene Bedeutung für uns, da erst dadurch eine für den genetischen Austausch wichtige Vernetzung ermöglicht wird.“

Dr. Michael Lübbermannn, Landrat des Landkreises Osnabrück: „Nie waren unsere heimischen Insekten bedrohter als heute,
deshalb haben für den Landkreis Osnabrück die Insektenschutzprojekte höchste Priorität. So konnten in den letzten Jahren durch die Projekte „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“
nahezu 120 Blühwiesen im Umfang von etwa 250.000 m² ehrenamtlich angelegt und gepflegt werden. Dank des außerordentlichen Engagement aller Projektbeteiligten
und Förderer konnten diese tolle Projekte umgesetzt werden. Nun sollen weitere Blühwiesen und insbesondere Brut- und Nisthilfen geschaffen werden.
Ziel ist es, die wichtigen Blühwiesen noch flächendeckender für das Osnabrücker Land zu entwickeln. Dabei sollten die Blühwiesen wieder im Sinne praxisnaher
Umweltbildung mit Schulklassen angelegt werden. Wir begrüßen dieses Engagement ganz ausdrücklich.“

Ralf Hellige, Bereichsleiter Vorstandsstab, äußert im Namen der Sparkassenstiftung Osnabrücker Land:
„Der Natur- und Umweltschutz ist der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück ein wichtiges Anliegen.
Daher engagieren wir uns sehr gerne für dieses tolle Vorhaben. Wir möchten ausdrücklich allen danken, die durch ihr großes persönliches Engagement
zum Schutz der heimischen Insekten beigetragen haben.“

Kai Behncke: „Auch die Unterstützung der Landwirtschaft gerät immer stärker in den Fokus des Projektes. Bäuerinnen und Bauern genießen bei der Förderung der Biodiversität eine hervorgehobene Rolle.
Aufgrund der angespannten ökonomischen Situation vieler Betriebe verdienen diese dabei unserer aller Unterstützung. Wir als Gesellschaft, jeder Einzelne, kann hierbei etwas
tun und beispielsweise Bio-Produkte erwerben oder Landwirte
gezielt durch die Zahlung eines angemessenen Produktpreises und den Abkauf direkt vom Hof, fördern. Auch eine Beteiligung und die Zahlung eines Monatspreises innerhalb der „solidarischen Landwirtschaft“
sind probate Aktionsmittel zut Förderung der ökologischen Landwirtschaft.
Wenn wir ökologisch nachhaltige Produktionsweisen wollen, dann müssen wir als Gesellschaft auch bereit sein, unsere Portemonnaies dafür ggf. sogar weit zu öffnen – es ist unmöglich,
dass Landwirte diese Herausforderungen finanziell alleine stemmen können.“

Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurden seit 2017 in ca. 4500 ehrenamtlichen Stunden bis zum jetzigen Zeitpunkt 120 Blühwiesen, oftmals gemeinsam mit Schulklassen, angelegt.
Beteiligt haben sich in Kooperation mit der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle viele Schulklassen, Firmen, Vereine, unterschiedliche Kommunen, Landwirte und viele Privatpersonen.
Auch diverse Jägerschaften haben im Landkreis wertvolle Biotope für Insekten geschaffen. Die BUND-Kreisgruppe Osnabrück gehört ebenso zu den wichtigen Förderern von Blühwiesen im südlichen Landkreis, genauso wie die
„Naturfreunde Glandorf e.V.“. In der Stadt Osnabrück genießt das „Bienenbündnis Osnabrück“ eine wichtige BEdeutung.

Die Standorte der Blühflächen im Landkreis sind unter der URL http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen-2/ einsehbar.
In der Bundesweiten Blühwiesenliga (http://bluehwiesenliga.de), in welcher Deutschlandweit viele Gemeinden, Städte und Akteure ihre Blühflächen zur Planung einer gezielten Vernetzung eintragen,
befinden sich mit Melle, Bissendorf und Dissen am Teutoburger Wald insgesamt drei Städte/Kommunen aus dem Landkreis Osnabrück in den „Top Ten“.

In Niedersachsen leben etwa 360 Wildbienenarten, von denen sehr viele bedroht sind. Da Wildbienen, anders als die Honigbiene,
nur sehr geringe Flugradien aufweisen (je nach Art zuweilen nur mehrere Hundert Meter) ist es wichtig, eine räumliche Vernetzung von artenreichen Blüh-Biotopen zu fördern.
Nur dadurch ist ein regionsübergreifender genetischer Austausch möglich, welcher elementar für eine Arterhaltung ist.

Karsten Wachsmuth: „Das bislang Erreichte insbesondere im südlichen Landkreis Osnabrück ist einmalig. Bundesweit existiert nach unseren Kenntnissen nirgendwo eine solche Blühwiesendichte wie hier.
Das muss Ansporn sein, noch viel viel mehr zu schaffen. Es gibt keinen Grund, zufrieden sein und sich zurückzulehnen – dafür ist die Situation schlichtweg zu dramtisch!. Unser Ziel ist es den Landkreis Osnabrück
zu einer Besonderheit für den Artenschutz auszubauen. Das funktioniert jedoch nur, wenn alle Menschen mitmachen – wir können das gemeinsam schaffen. Es ist mehr als nur eine Vision!
Das wäre zudem nicht nur für den Tourismus ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal. In Ergänzung des Natur- und UNESCO Geoparks TERRA.vita wollen wir hier bunte, artenreiche und nachhaltige Zeichen setzen.“

Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wird bundesweit durch unterschiedliche Stiftungen unterstützt.
Neben der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, der Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz (Lübeck),
der Europa Möbel Umweltstiftung (Bayern), der Haarmann Stiftung Umwelt und Natur, der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück, der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche (Braunschweig),
dem Landschaftsverband Osnabrücker Land und dem Netzwerk Blühende Landschaft wird das Projekt beispielsweise auch durch die Unternehmen „SPIES Packaging“,“Häcker Küchen GmbH & Co. KG“, „Runge GmbH & Co. KG“, „Zentrale Autoglas GmbH“
„Ost&Koch Immobilien GmbH“, „cool it Isoliersysteme GmbH“, „Tischlerei Huth“,“LVM Versicherung Frank Strötzel“, „Georgs Bioladen“ (Melle), „Hof Luckmann“, „Atelier Schimmöller – Innenarchitektur, Tischlerei“ durch Spenden gefördert. Auch der VFL Osnabrück hat sich bereits an einer gemeinsamen Aktivität beteiligt.

Die Webseite des Projektes lautet:
http://blumiger-lkos.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

Auf den Bildern hier (Quelle: gUG Umweltschutz und Lebenshilfe):
Nur noch wenige Tage: Die Wiesen-Margerite steht kurz vor der Blüte. Für mehr Wildheit und farbenfrohe Wildblumenwiesen zum Wohle aller Lebewesen.

 

Danke an die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und Landrat Dr. Lübbersmann

Eine gute Nachricht am heutigen Tage.
Die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land in Abstimmung mit Landrat Dr. Lübbersmann (Vors. des Stiftungsrates)
hat uns heute darüber informiert, dass das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück (plus)“ mit einem sehr hohen Förderbetrag unterstützt wird.
Das Geld wird für Saatgut, die Reparatur unserer Maschinen und für Beweidungszäune für Gnadenhoftiere investiert.

Unsere Gnadenhof-Tiere (aktuell etwas weniger als 30 Schafe und Ziegen sowie 2 Ponys) werden innerhalb des Projektes Blühwiesen schonend beweiden.
Wir sagen ausdrücklich Danke!!!
Die Unterstützung ermöglicht es, viele weitere artenreiche Blühwiesen anzulegen und zudem noch einige (wenige) tierische „Mäh-äh-äh-Maschinen“ vor dem Schlachthof zu retten.
Danke!

Heute morgen, vor der Arbeit, noch einige Wiesen besucht. Es ist phänomenal:
Dort, wo unsere Gnadenhoftiere (http://gnadenhof-melle) letztes Jahr Blühwiesen beweidet haben,
finden sich auch in größerem Abstand zu den Blühwiesen (auf eigentlichem Grünland oder Sand-Magerrasen) punktuell jede Menge Keimlinge oder kurz vor der Blüte stehende Wildblumen.
Es ist großartig!!! Die Tiere (Unsere „Eumels“, wie wir sie nennen) tragen das Saatgut an Fell, Wolle und Hufen weiter, bis es dann irgendwann
in den Boden eingetreten wird. So breiten sich die Blühwiesen natürlich aus.
Eine klassische Win-Win-Situation:
Tiere landen nicht im Schlachthaus und sorgen durch ihr natürliches Verhalten dafür, dass eine Artenvielfalt gesteigert wird, welche wiederum uns allen zu Gute kommt.
Anders formuliert: „Nutztiere“ stabilisieren Artenvielfalt und Biodiversität.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Atrtenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Natürliche Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere des Gnadenhofs „Brödel“ Melle
http://blumiger-lkos.de

Die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit (ist immer subjektiv)

Bundesweite Insektenschutz-Hochburg Melle…
Und gleichzeitig: Lokal-/RegionalpolitikerInnen sorgen für Reduzierung einer Schutzzone im FFH-Gebiet der Stadt…
Zudem: Neues Pilot-Projekt zur Unterstützung von Landwirtschaft und Artenviefalt beginnt Ende Mai hier vor Ort.

Dieser Text stellt eine individuelle Sichtweise dar und hat nicht den Anspruch „die absolute Wahrheit und nichts als die absolute Wahrheit“ zu sein…
Den „richtigen“ Weg zu finden ist unstrittig alles anderes als einfach.

Zu Beginn mal einige Fakten:
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Eine Fülle von WissenschaftlerInnen spricht mittlerweile vom größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren.

Vorgestern begann die Weltartenschutzkonferenz in Paris mit einem eindringlichen Appell.
Robert Watson, Präsident des Weltbiodiversitätsrats (IPBES), erklärte zum Auftakt des Treffens:
„Die Belege sind unbestreitbar: Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht,
das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel.“
<a href=“https://www.tagesschau.de/ausland/konferenz-artenvielfalt-103.html“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.tagesschau.de/ausland/konferenz-artenvielfalt-103.html</a>

Es gibt mittlerweile Myriaden von wissenschaftlichen Untersuchungen, welche nachweisen können, dass die konventionelle, intensive Landwirtschaft einer der größten
Verursacher des Insektensterbens ist. Nur eine ganz kleine Auswahl davon:
<a href=“http://insektenrettung.de/ursachen-des-insektensterbens/“ rel=“noopener“ target=“_blank“>http://insektenrettung.de/ursachen-des-insektensterbens/</a>

Zudem: Die Stadt Melle gehört mittlerweile zu den Vorzeigestädten/Kommunen im Bundesgebiet, wenn es um die Anzahl
insektenfreundlicher Blühwiesen geht:
<a href=“http://bluehwiesenliga.de“ rel=“noopener“ target=“_blank“>http://bluehwiesenliga.de</a>

Dieses ist ein Resultat einer großen Anzahl beteiligter Menschen zum Beispiel innerhalb der Projekte „Blumiges Melle“
und „Blumiger Landkreis“ (z.B. Firmen, Schulen, PrivatbürgerInnen, unterschiedliche Vereine etc.) sowie z.B. der Aktivitäten
der Stadt Melle.

Und gleichzeitig?
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Und gleichzeitig schockiert die naturschutzbewussten Menschen in der Stadt Melle (sowie im gesamten Landkreis) eine Entscheidung des Kreistages,
dass „Pestizid-Schutzstreifen“ an Gewässern (Else, Obere Hase) in einem Meller FFH-Gebiet (und im gesamten Landkreis) nur eine winzige Beite von 1 Meter betragen müssen.
Zum Vergleich: Im Rahmen des „Volksbegehrens Artenvielfalt“ in Bayern wurde eine Schutzzone von 5 Metern gefordert und jetzt auch von der CSU
beschlossen. In Baden-Württemberg liegt diese Schutzzone sogar zwischen 5 und 10 Metern.

Als Öko-Freak könnte man sich zu der Aussage hinreissen lassen: „Ja, wenn denn sogar die CSU schon bereit ist…wäre es nicht nett, wenn auch im Landkreis Osnabrück…?
Sind die Schutzgebiete im Landkreis denn weniger wert?
Und die SPD wirbt doch hier im Landkreis mit Wahlwerbung für den Klimaschutz. Ja gehen denn Klima- und Artenschutz nicht „Hand in Hand“?
Wäre da nicht sogar eine gewisse Ambivalenz feststellbar??

Anders formuliert: Wie in drei Teufels Namen konnte DAS (!!!) (also die Entscheidung im Kreistag) passieren? Im Jahre 2019?????!“

Der gerechtfertigte Aufschrei ist groß. Der Landkreis steht medial fürchterlich dar, das überregionale Interesse wächst und wächst.
Auch das Bundesumweltamt hat sich gemeldet.
Und: Jene PolitikerInnen haben nicht nur dem Arten- und Naturschutz einen grandiosen Bärendienst erwiesen, vermutlich wird noch eine Millionenstrafe nach Brüssel folgen.
Ganz toll gemacht! Verantwortungsvolles Handeln im Interesse der WählerInnen und Wähler sieht anders aus!

Nachfolgend einige LeserInnenbriefe, z.B. von WissenschaftlerInnen der Uni Osnabrück, die sich mit so etwas auskennen:

<a href=“https://www.pressreader.com/germany/neue-osnabrucker-zeitung-wallenhorst/20190328/282737703184840″ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.pressreader.com/germany/neue-osnabrucker-zeitung-wallenhorst/20190328/282737703184840</a>

<a href=“https://www.pressreader.com/germany/neue-osnabrucker-zeitung-stadt-osnabruck/20190330/282784947829986″ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.pressreader.com/germany/neue-osnabrucker-zeitung-stadt-osnabruck/20190330/282784947829986</a>

Bei der Schadensanalyse (wer hat eigentlich diese Entscheidung demokratisch zu verantworten?) fällt auf, dass auch LokalpolitikerInnen aus Melle
für diese (aus ökologischer Sicht völlig fatale) Entscheidung gestimmt haben. Es stellt sich die Frage:

Wenn im Rahmen einer Demokratie noch nicht einmal gewählte Personen aus der eigenen Stadt für einen Erhalt einer sinnvollen Schutzzone
in einem (wohlgemerkt!!) FFH-Gebiet [in eben jener Stadt stimmen], ja WER DENN BITTE DANN ??? (man möge mir hier eine etwas bzw. tiefgreifende emotionale Verstimmung verzeihen…)

Ist es nicht viel komplexer?
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Ist es wirklich so einfach? Es wäre schön wenn es so wäre…Die „Wahrheit“ ist (vermutlich) wie immer komplexer.
Jegliche politische Entscheidung wird immer einem (größeren) politischen Kontext gefällt, ein legitimer Abwägungsprozess.
Auch wenn der Autor dieses kleinen Textes – schon aus wissenschaftlichen und naturschutzfachlichen Gründen – der festen Überzeugung ist, dass diese Entscheidung
für einen „1-Meter-Nicht-Schutz-Puffer“ sachlich falsch ist, so darf bei der Diskussion nicht vergessen werden, dass wir nicht nur
ein massives und katastrophales Arten- sondern auch ein Bauernsterben verzeichnen.

Anders formuliert: Bäuerinnen und Bauern gehen – trotz massivem Arbeits- und Zeiteinsatz – pleite und es spielen sich vor unserer Haustür nicht nur dramatische Szenen
des Artensterbens sondern auch menschliche Dramen ab. Vom Gros der Gesellschaft: Unbeachtet („ICH gehe ja nicht pleite. MIR ist das egal. Ich kaufe meine Lebensmittel ja beim Aldi/Lidl
oder wo auch immer…“ (ernsthaft, genau diese „Argumentationskette“ schon gehört).
Oder jetzt wieder mit anderem Blickwinkel:
„In MEINEM Gartenteich sind ja keine Pestizide. MEINEM Goldfisch geht es doch gut.“
Thank you for nothing!

Was also sollen wir Bürgerinnen und Bürger tun?

a) Als WählerInnen gegenüber den PolitikerInnen Mißfallen ob dieser Entscheidung bekunden? Klingt irgendwie plausibel und ist (in einem sachlichen Ton) eine/r jeden Wählers/Wählerin
gutes Recht – um nicht zu sagen sogar eine Verpflichtung (schweigen ist feige). Doch dennoch und wie gesagt:
Die (interessengebundene) (PolitikerInnen-)Realität ist (vermutlich?) viel komplexer (wer von uns WählerInnen kann denn schon sagen, wie sich der Entscheidungsprozess
einer solchen Abstimmung innerhalb einzelner Fraktionen strukturell gestaltet?). Genausowenig wie Bäuerinnen und Bauern glücklich darüber sein werden, todbringende Pestizide
auszubringen, so dürfte das PolitikerInnen ähnlich gehen (…sofern nicht ein größerer Scheck von Bayer oder wem auch immer unter dem Türschlitz durchgeschoben wurde.
Aber weit hergeholte Verschwörungstheorien bringen an dieser Stelle nicht viel…).

b) Es einfach so hinnehmen? So tun als ob (im Kreistag) nichts gewesen wäre? NEVER EVER und NIE und NIMMER! Völlig falsch!
Ein „weiter so wie immer“ (in der Landwirtschaft, im passiven Wegschauen, im „Alles einfach so hinnehmen. in meinem Gartenteich stimmt ja die Wasserqualität“) ist Grütze
(fast hätte ich gesagt: Entengrütze) und darf NIEMALS passieren!

c) Emotionale Empörung (welche nicht falsch kanalisiert und komplett unsachlich ausgetragen wird): Auf jeden Fall richtig!
Wir reden hier immerhin über Lebewesen, denen (allerspätestens bei Starkregen) Pestizide in die heimische Badewanne gespühlt werden.
Und dann flüchten (also die Lebewesen in der Else-Oberen Hase-FFH-Badewanne)? Wohin denn bitte? Der erste Fisch, dem Beine wuchsen, hat in der Evolution Millionen von Jahre dafür gebraucht…

NATÜRLICH und SELBSTVERSTÄNDLICH ist hier eine hohe Emotionalität angemessen. Wenn man sich über das Artensterben in Schutzgebieten nicht aufregt,
worüber soll man sich bitte denn dann aufregen???!!
Und gleichzeitig wiederum auch immer die Erinnerung, dass nur „Emotionen“ keine angemessene Entscheidung herbeiführen können und
eine sachliche Nüchternheit (trotz aller Aufgeladenheit) (trotzdem) ganz wichtig ist. Einfach ist das nicht immer…

d) Die (alleinige) Forderung an PolitikerInnen und BäuerInnen richten: Hört auf mit dem Scheiß! Ihr macht alles kaputt! [ohne selbst aktiv zu werden]
Natürlich auch völlig falsch, viel zu passiv und viel zu monokausal!

Offen gesagt: Wenn ein Landwirt/In finanziell mit dem Rücken zur Wand steht, seine Kredite nicht mehr bezahlen kann, vielleicht kein Futter mehr für seine Tiere kaufen kann
(hat es alles schon gegeben), was tut er dann (was würde (fast) jedEr EinzelnEr) tun?…. Er holt aus seinem Land „alles raus was irgend geht“. Logisch irgendwie…
Bevor „alles dann Bach runtergeht“, dann doch lieber Pestizide im Bach (und die eigene Existenz retten). JedEr, der/die gerne auf Landwirte schimpft, sollte sich fragen, ob er/sie denn anders handeln würde, wenn Pestizide die einfachste und einzige Möglichkeit wären (weil z.B. die Investitionsmöglichkeiten für eine Bio-Produktion fehlen)
den eigenen Betreib kostenneutral „über Wasser zu halten“…, wir würden wir selber handeln?

Und warum ist das so? Z.B. Weil wir (als Gesellschaft) nach immer günstigeren Preise für Lebensmittel schreien. Wenn ein Apfel im Supermarkt nur wenige Cent kostet, wie viel
davon kommt wohl bei dem produzierenden Landwirt an? und dann wäre da noch die Klimaerwärmung.
Es bedarf nicht viel Einfühlungsvermögen sich vorzustellen, was in der Landwirtschaft passiert, wenn noch zwei, drei Hitzesommer in der nächsten Zeit auftreten.
Und sie werden kommen!! Das ist so sicher, wie Pestizidrückstände in der Else oder oberen Hase!

Wir brauchen ein Umdenken. MEHR Unterstützung für nachhaltigere Produktionsmethoden in der Landwirtschaft.
In Melle geht es z.B. über die „solidarische Landwritschaft“:

<a href=“https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1687862/meller-biobauer-sucht-mitglieder-fuer-solidarische-landwirtschaft“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1687862/meller-biobauer-sucht-mitglieder-fuer-solidarische-landwirtschaft</a>

oder:
<a href=“https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1716896/in-melle-gruendet-sich-die-solidarische-landwirtschaft“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1716896/in-melle-gruendet-sich-die-solidarische-landwirtschaft</a>

Oder den Einkauf von Bio-Produkten (z.B. bei Georgs Bioladen).

Und: Auch im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wollen wir ein bißchen dazu beitragen.
Wir werden noch Ende Mai/Anfang Juni damit beginnen, ein bißchen was unserer (knappen) Gelder in die Hand zu nehmen, um lokale
Landwirte bei der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen/Blühstreifen finanziell zu unterstützen
bzw. sogar komplett zu entschädigen. Auch sollen Gelder zur Verfügung gestellt werden, damit deren Nutztiere diese Blühwiesen schonend beweiden können.
Denn vergessen wir eines Nicht: Jegliche Tätigkeit in einem Wirtschaftsunternehmen kostet erstmal Zeit und Geld. Und: Unternehmen sind auf Profit ausgerichtet. Also seien wir bereit diesen zu zahlen!
Weitere Maßnahmen darüber hinaus werden folgen…

Wenn wir als Gesellschaft fordern, dass die Landwirte ökologisch nachhaltig arbeiten sollen, dann müssen wir akzeptieren, unsere Portemonnaies zu öffnen und das zu unterstützen
(und nicht nur nach „der Politik“ schreien). Wenn nicht jedEr EinzelnEr SELBER aktiv wird, wie können wir uns das Recht herausnehmen,
nach Aktivitäten von Landwirten und PolitikerInnen zu rufen? Richtig! Garnicht!

Das Pilotprojekt „Artenschutz durch Blühwiesen und Landwirtschaft“ ist zunächst einmal ein kleines Projekt und wird erstmal nur in Melle umgesetzt, mit zunächst vermutlich erst einmal nur zwei Betreibern.
Ähnlich wie ja auch „Blumiges Melle“ vor einigen Jahren „ganz klein“ angefangen hat…
Alles beginnt im Kleinen. Ob daraus etwas „Großes“ erwächst entscheiden wir alle gemeinsam durch unsere Mitwirkung.
Unser Grafiker jedenfalls beginnt schon intensiv mit den ersten Werbetafeln…

Wichtig:
Eines dann doch noch:
In unserem Projekt unterstützen wir KEINE Landwirte/innen, welche eine intensive Massentierhaltung (z.B. Massen-Schweineställe, Massen-Hühnerställe) betreiben.
Wir brauchen zweifelsfrei eine stärkere (ökonomische) Solidarität mit der Landwirtschaft, als Betreiber eines Gnadenhofes hört diese jedoch bei der
Solidarität mit Massen-Leid in der Tierhaltung mit 100%iger Sicherheit auf.
Und es soll jetzt keiner mit diesem völlig idiotischem „Tierwohl-Label“ und „2,5m²-in-der-Schweinehaltung-sind-doch-eine-tolle-Sache“ angekrochen kommen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
<a href=“https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere“>https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere</a>

 

Insektenschutzparadies mit Leuchtturm-Charakter

Einweihung unserer neuen Fräse „King Kong 2“. Kongeniale Zusammenarbeit mit dem Batman mobil.
Danke an Spies Packaging aus Melle/Gesmold. Hier entsteht ein Insektenschutz-Biotop mit Leuchtturm-Charakter.

Heute die Vorbereitung für den 4. Mai fortgesetzt.
Mit unserer neuen Fräse „King Kong 2“ (DANKE!!! an alle Menschen, die gespendet haben) wurde hier munter gerödelt,
unterstützt durch das „Batman mobil“. Hätten wir doch immer solche Werkzeuge zur Hand (seufz…).
Ein Victory-Zeichen in die Kamera :-). Der „Kampf“ GEGEN das Artensterben und FÜR eine hohe biologische Vielfalt ist noch nicht verloren,
schon garnicht mit dieser Unterstützung.

Vorgestern begann die Weltartenschutzkonferenz in Paris mit einem eindringlichen Appell.
Robert Watson, Präsident des Weltbiodiversitätsrats (IPBES), erklärte zum Auftakt des Treffens:
„Die Belege sind unbestreitbar: Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht,
das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel.“
https://www.tagesschau.de/ausland/konferenz-artenvielfalt-103.html

Umso wichtiger sind die Aktivitäten, mit welchen Spies Packaging das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenviefalt steigern, Insektensterben stoppen“
unterstützt.
Zudem ein Dank für eine hohe finanzielle Spende.
Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wird ehrenamtlich betrieben und ist auf Spenden angewiesen.
Dank dieser Unterstützung bleiben wir weiter handlungsfähig.

Am Samstag [ab 10.00 Uhr, Straße „Im Gewerbepark“, rückseitig des Hochregallagers, direkt neben dem AWIGO Recyclinghof Melle]
wird hier mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von „Spies Packaging“
ein wertvolles Biotop geschaffen, wie es in dieser Form nur wenige in der Stadt gibt.
Auf 3000 m² wird eine Blühwiese basierend auf regionalem Saatgut angelegt. Zudem sind bereits eine große Vielzal von Stauden gepflanzt worden,
welche wertvolle Nahrung für Insekten bereitstellen und gleizeitig wichtige
Rückzugsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Tierarten kreieren.
Die Blühwiese dort ist „strategisch“ sehr wichtig, da diese eine große Vernetzungslücke schließt und so vielen Insekten mit geringen Flugradien ermöglicht,
von Standort zu Standort zu fliegen (wichtig für einen genetischen Austausch) [siehe Karte].

http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=929867&mlon=6835712&zoom=12

Als Betreiber des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ bemerken wir vielerorts ein Umdenken.
Viel mehr Mut zur Wildheit (bunt und farbenfroh) und weg von artenarmen Millimeterrasen.

Nachfolgend die offizielle Pressemeldung:

SPIES sät eine Blumenwiese
3.000 m2 für die Artenvielfalt und das Überleben von Insekten in der Region Melle,
wichtige Lücke im Blühwiesen-Korridor wird geschlossen, eines der größten Blühareale im Landkreis wird geschaffen

Am Samstag, den 04. Mai sät die Unternehmensgruppe SPIES Packaging (SPIES Kunststoffe GmbH & SPIES Formen- und Werkzeugbau GmbH)
am Standort Gesmold (Straße Im Gewerbepark, rückseitig des Hochregallagers) aus
regionalem Saatgut eine 3.000m2 große, artenreiche Wildblumenwiese. Dieses wertvolle Refugium für Insekten und eine Vielzahl
von Folgenutzern, wie Vögel und Kleinsäuger, wird mittelfristig durch die Anpflanzung einer Vielzahl von Stauden begleitet,
wodurch zusätzliche Lebensräume entstehen.

SPIES unterstützt dadurch die bereits vorhanden, intensiven Aktionen von Privatpersonen und Firmen,
die im Landkreis Osnabrück durch Artenschutzmaßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt und gegen das Insektensterben, arbeiten.

Im Rahmen eines kleinen Events, bei dem auch die Familien der Mitarbeitenden eingeladen sind,
darf jede/r aktiv werden und nach einer kurzen Einführung selbst säen.

Christof Spies, Geschäftsführender Gesellschafter:
„Die Region ist uns sehr wichtig. Wir freuen uns, durch die Bepflanzung einer von uns nicht genutzten Fläche
einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Wir sind schon gespannt, wie die Wiese wachsen wird.“

Bei der Säaktion werden, um auf größere Zusammenhänge aufmerksam zu machen,
Lebensmittel mit Bio-Qualität angeboten. Als kleines Dankeschön für die Teilnahme erhalten
alle Teilnehmer/innen noch etwas Saatgut für den heimischen Garten oder Balkon.

Freya Pelsis, Assistenz der Geschäftsführung: „Es fühlt sich toll an, etwas Handfestes für die Insekten, insbesondere die Bienen zu tun.
Ich bin dankbar, dass sich schon so viele SPIESer angemeldet haben und am Samstag mitwirken werden.“

Die Anlage der Blühwiese integriert sich in ein Netzwerk von Blüharealen, welches in Melle kontinuierlich ausgebaut wird.
Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und Mitgestalter der Veranstaltung:

„An dieser Stelle soll ein hervorgehobener Dank an SPIES ausgesprochen werden. Diese haben nicht nur eine hohe Spende für Artenschutz-Aktivitäten geleistet,
sondern werden auf ihrem Firmengelände auch selbst aktiv.
Die Anlage einer außergewöhnlich großen Wildblumenwiese ist genau die richtige Mentalität, um dem Artensterben die Stirn zu bieten.
Wir arbeiten im Rahmen von „Blumiger Landkreis Osnabrück“ nach wie vor vehement daran, einen Blühwiesen-Korridor von Hagen a.T.W. bis nach Melle zu schaffen. Die nun auf dem Firmengelände
angelegte Blühfläche schließt dabei eine bislang vorhandene Vernetzungslücke.“

In Niedersachsen leben etwa 360 Wildbienenarten, von denen sehr viele bedroht sind. Da Wildbienen, anders als die Honigbiene,
nur sehr geringe Flugradien aufweisen (je nach Art zuweilen nur mehrere Hundert Meter) ist es wichtig, eine räumliche Vernetzung von artenreichen Blüh-Biotopen zu schaffen.
Nur dadurch ist ein regionsübergreifender genetischer Austausch möglich, welcher elementar für eine Arterhaltung ist.
In den Maßnahmen gegen das Insektensterben nimmt Melle mittlerweile eine bdeutende Schlüsselposition ein.

In der sogenannten „Blühwiesenliga“ (http://bluehwiesenliga.de) steht Melle bundesweit unangefochten auf Platz 1. Die bei SPIES angelegte Fläche stellt in der stadt Nummer 92 dar und gehört
dabei zu den größten Blüharealen im Landkreis.

Kai Behncke: „Das Engagement solch vieler Akteure in Melle ist herausragend.
Dennoch bleiben wir als Naturschutzgruppe hungrig nach mehr.
Noch im Mai starten wir z.B. ein Pilotprojekt mit Landwirten aus Melle, welche für die Schaffung von Insektenschutzmaßnahmen finanziell unterstützt werden.
Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft auch die Landwirtschaft fördern und beispielsweise höhere Preise für ökologisch produzierte Lebensmittel akzeptieren.
Um die Probleme des Artenschutzes zu lösen besitzen Bäuerinnen und Bauern eine herausragende Schlüsselposition.
Dafür verdienen sie unser aller Unterstützung – insbesondere auch finanziell.“

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Kann z.B. durch die aktive Anlage einer Blühwiese unterstützt werden, oder durch eine Spende:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

King Kong 2 ist da

Unser neuer Motor-Einachser „King Kong 2“ ist da.
Danke insbesondere an George Trenkler, Marion Dehmel, Vanessa N., Verena S., Reiner Schooss, Sonja S. und Claudia S. für Eure spenden! Das ist großartig. Ohne diese wäre es nicht gegangen, Ihr habt dem Projekt damit ganz schön „aus der Patsche“ geholfen.
Gesichert lässt sich sagen: Ihr habt somit dazu beigetragen, dass eine ganze Fülle von Insekten weitere Blühwiesen auffinden werden. Davon wiederum werden viele Vögel, Kleinsäuger und und und ihren Nutzen ziehen und in Reichweite der Wiesen weiterleben können.
Wiesen, auf denen sich das pralle Leben in Hülle und Fülle abspielt. Danke!
 
Hier Eurer Platz in der Hall of fame:
 
Mit dem Gerät werden wir wieder eine Menge m² fräsen um dort weitere Blühwiesen anzulegen.
King Kong 1 hat 80.000 m² geschafft, da hat King Kong 2 noch einiges vor sich….;-)
 
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de