Derber Zoff an Blühwiese

Sitzblockade an Blühwiese – Derber Zoff heute

Heute sollte eigentlich eine weitere Blühwiese zu 50% gemäht werden
(damit diese auch im nächsten Jahr wieder blühen kann).

Doch so einfach war es dann doch nicht.

Komme an die Blühwiese an der Oldendorfer Straße in Melle
gefahren und lade den Balkenmäher ab. Beginne zu mähen und vor mich hin zu pfeifen.
Plötzlich klopft eine offensichtlich stinksaure Wildbiene an mein linkes Brillenglas.

„Ey, du Wichser!!! Bist Du nicht ganz dicht oder was??“

Ich stelle verdattert den Motor aus. Die Wildbiene fängt derweil an das Brillenglas mit Kung-Fu-Tritten zum Splittern zu bringen.

„Wäh?“, frage ich?

„‚Wäh‘ ist keine inhaltliche Frage, Du blödes Arschloch! Du mähst hier gerade unser lebenswichtiges Refugium ab, Du Vollarschkrampe!!“

„Moment mal“, entgegne ich. „Gemeinsam mit dem Karsten haben wir das Ding hier überhaupt erst angelegt. Ausserdem mähe ich doch nur 50%,
der Rest wird erst gemäht, wenn auf der anderen Hälfte was nachgewachsen ist und wieder blüht“.

„Du hälst Dich wohl für nen ganz Schlauen, was!!!“, brüllt die Wildbiene.
„Meine Familie und ich, wir leben aber hier auf DIESEN 2 m², die Du gerade mähen willst. Und jetzt verpiss Dich, sonst mach ich Dir Beine….“

Etwas irritiert halte ich inne. Ich registriere, dass mich Hunderte von Wildbienen, Florfliegen, Grashüpfern, kleinen bunten Käfern ziemlich aggressiv anschauen.
Ich vernehme einen kleinen Sprachchor: „Hau ab, Hau ab, Hau ab, Hau ab!!“

„Aber Moment mal, ich MUSS hier mähen! Wenn hier nicht gemäht wird, dann ist es nächstes Jahr viel zu verschattet. Es wachsen keine Keimlinge mehr.
Der Boden muss ausgemagert werden.“

„Hömma, Professor Doktor Superschlau. Ich zähle jetzt bis 10, und dann bist Du weg. Ansonsten mache ich Hackfleisch aus Dir!“, die Wildbiene fletscht bösartig ihre
Zähne. „Unser Biotop, wir bestimmen wo es langggeht. Diese 2 m² werden nicht gemäht, BASTA. Fuck Off!“

Die ersten Insekten beginnen mich mit winzigen Erdklumpen zu bewerfen. Eine fulminante Sitzblockade rund um die 2m²-Blühfläche-inmitten-der-1000m²-Blühwiese hat sich gebildet.
Schmetterlinge, Erdhummeln, Grashüpfer, sogar einige Blindschleichen sind dabei.
Lang lebe der Widerstand. Sich nicht alles gefallen lassen.
Widerstand ist bunt und wichtig!

Ich respektiere das und mähe die 2m²-Insel nicht. Unter Hohn-und-Spottrufen zuckel ich ab.
Warum genau diese Insel so wichtig sein soll?
Keine Ahnung. Was weiß ich denn schon schon?

Gemäht wurde heute somit nur 49,8 %.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Spenden für das Projekt (steuerlich absetzbar):
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

 

Die schondenste Blühwiesenmahd geschieht durch Weidetiere

Es fällt ja oft sehr schwer aktuell die Blühwiesen zu mähen (immer nur zu 50%,
damit noch genügend Nektar und Pollen bleibt), muss aber sein, und ist Spitzenheu für unsere Gnadenhoftiere.
Bei der Mahd mit Balkenmähern ist es wichtig, dass man nicht zu tief mäht.
 
Mäuse z.B. verfallen aufgrund des Lärms der Maschinen zuweilen in eine Art Schockstarre (die Maus auf dem Foto
wurde jedoch gestern beim Betriebsausflug „vonne Arbeit“ in Ibbenbüren etwas deplaziert auf einer Strasse gefunden und in den Wald entlassen).
Das kann dann das Ende für die Tierchen bedeuten.
Schonender ist es mit Sensen zu mähen (dauert allerdings deutlich deutlich länger). Die allerschonendste Art und Weise jedoch ist eine Mahd durch Tiere.
Diese können dann gemütlich die Wildblumen abfuttern, traben gemächlich über sonnige Wiesen und freuen sich ihres Daseins.
 
Dank eingegangener Spenden heute damit begonnen ein weiteres Blühwiesen-Areal zu umzäunen (zumindest schon mal einige Pfosten gesetzt,uch der Zaun ist schon bestellt),
damit auch dort in Zukunft Schafe, Ziegen und Ponys die Mahd übernehmen können.
Sehr positiv: Wir nehmen weitere Schafe auf (privat, und werden uns dank einer zur Verfügung gestellten Fläche
auch (privat) um weitere 10.000 m² vergrössern).
Weitere Schafe bedeutet, dass auch grössere Flächen schonender beweidet werden können, sehr gut für den Artenschutz! Und sehr gut für die Schafe.
 
Danke an Philipp Horstmann, Lisa Fuchs, Lara Art, Ulrike Zinn, Sara K., Thomas Allewelt, Christiane T., Nora M. und Annett M., Juliana K. und Udo N..
Um die heute begonnene Fläche (etwa 800 m²) einzäunen zu können, wird ein Teil der Spenden verwendet.
Denn: Ein „sicherer“ Zaun kostet pro Meter etwa 5 Euro. Danke Euch für Eure Unterstützung.
 
Blumiger Landkreis Osnabrück + Gnadenhof Brödel Melle
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Eine Blühwiesenmahd schafft viele Vorteile

Im Augenblick ist heisse Phase der Blühwiesenmahd.
Diese bringt zwar ziemlich viel Action mit sich und ist körperlich nicht ganz ohne, schafft aber auch viele Vorteile:
 
* Durch die Mahd und das Abtragen des Mahdgutes werden die (zuweilen landwirtschaftlich überdüngten)
Flächen ausgemagert. Eine Überdüngung und Anreicherung mit Nährstoffen führt zu einer Verarmung der Flächen (Artenarmut, mit damit verbundenem Nahrungsmangel für Insekten).
Ergo: Je mehr Nährstoffe auf einer Fläche, desto weniger Arten können dort leben.
Es setzen sich dann nur wenige Gräser durch. Je nährstoffärmer jedoch dann eine Fläche wird (durch gezielte Mahd und Ausmagerung), desto größer ist das Artenspektrum.
Auf stark ausgemagerten Flächen wurden zuweilen schon über 120 verschiedene Wildblumen und Wildkräuter gesichtet
 
* Nur durch eine Mahd und das Entfernen des Mahdgutes können Blü+hwiesen dauerhaft bestehen. Andsonsten wäre die Verschattung zu groß und im nächsten Jahr hätten Keimlinge keine Chance.
 
* Unsere Gnadenhoftiere freuen sich über ein stetig gefülltes Heulager. Im letzten Winter hatten wir Heukosten von über 3000 Euro.
Dieses Jahr wird es weniger. Und das Heu ist von einer Spitzenqualität, mit vielen Kräutern (z.B. Koriander, Wiesen-Kümmel, Fenchel, Rainfarn, Heilziest, Wilde Möhre,
Wiesen-Salbei, Wilde Möhre)
 
* Viel Bewegung und viel Sport. Oft harken wir das Heu noch „wie früher“ zusammen und laden es dann mit einer Heugabel in unser Heumobil.
Seit Beginn des Projektes im Frühjahr 2017 nun 18,5 Kilo abgenommen. Ende Juli könnte die magische 20-Kilo fallen.
 
 
….wichtig: Immer nur 50% der Blühwiese mähen. Erst wenn diese Hälfte nachgewachsen ist und wieder Pollen und Nektar liefert das andere Areal bearbeiten.
Viele Tipps zur Mahd:
http://insektenrettung.de/eine-bluehwiese-anlegen/
 
 
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt sigern, Insektensterben stoppen
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Die Kavallerei wird zurückgefahren

Die Kavallerie wird zurück gefahren!
Winzige 1-Meter-Pestizid-Schutzstreifen in Meller FFH-Gewässern (bzw. in Gewässern des Landkreis Osnabrück) ???
Der Spuk ist zum Glück vorbei.
Und unsere Kampagne? Braucht zum Glück garnicht erst gestartet werden

Tja, das war ein Aufschrei. Auf Empfehlung des Landrates Michael Lübbersmann entschieden die CDU/SPD-Fraktionen des Kreistages,
dass ein winziger 1-Meter-Pestizid-Schutzstreifen an geschützten (!) FFH-Gewässern im Landkreis Osnabrück völlig ausreichend wären.
Welche faktenfremder Wahnsinn! Ein Irrsinn „hoch zehn“. Völlig zu Recht viel gescholten z.B. von WissenschaftlerInnen der Uni Osnabrück, der Öffentlichkeit, eigentlich so ziemlich allen,
die sich auch nur ansatzweise mal mit der Thematik intensiver beschäftigt haben.

Nun, Landrat Lübbersmann revidierte diese Entscheidung kurz vor der Stichwahl zum Landrat und plädierte für einen 5-Meter-Schutzstreifen und eine Entschädigung der betroffenen Landwirte.
Wahlkampf hin oder her. Es ist nicht verwerflich eine „sachlich falsche“ Entscheidung
zu revidieren, im Gegenteil, das ist durchaus auch ein Zeichen von Größe. Und nicht zu vergessen: Wenn sich der alte „Lobby-Fuchs“ Schulte to Brinke vom Landvolk Niedersachsen
(pro Nur-1-Meter-Schutzstreifen) aktiv einbringt: Der Druck von Seiten der „Agrar-Lobby“ ist dann auf einmal massiv.

Und dennoch: Erstmalig nach 70 Jahren CDU-Landräten (immer Männer)
wurde nun mit Anna Kebschull eine Grüne zur Landrätin gewählt – so ist es nun.

Lirum-Larum, durch Anna Kebschull dürfte die 1-Meter-Schutzstreifen-Entscheidung endgültig in das Reich der „‚Hirnrissigkeit“ verbannt werden – sehr gut!

Zum Glück! Uns erspart es viel Arbeit und hohe Kosten. Und der Sommer dürfte ausschließlich klimatisch heiß aber nicht klima-politisch „heiß“ werden
(ok, eine leichte Vorfreude darauf gab es hier bei dem Einen oder Anderen schon durchaus. „Politische Empörung“ und gezielt eingesetzter Zoff gehören selbstverständlich zum kleinen 1X1 eines jeden Aktivisten/in)…
Offen gesagt: Im Juli hätten wir begonnen direkt nach Starkregen an bestimmten Punkten Gewässerproben zu nehmen.
2 Analyseinstitute standen bereits „Gewehr bei Fuß“.
Einen hohen vierstelligen Betrag für die Gewässer-Analysen konnten wir schlussendlich durch SpenderInnen aquirieren.

Politisch interessant dabei: Von den unterstützenden Unternehmen aus dem Landkreis Osnabrück haben sich drei bereit erklärt eine ganze Menge Geld
für die Finanzierung der Proben „in die Hand zu nehmen“. Unisono jedoch haben alle erklärt: „Wir spenden das weil wir die Thematik und auch „Blumiger Landkreis“ wichtig finden und wollen aber AUF KEINEN FALL
öffentlich bei dem Gewässer-Thema genannt bzw. mit der Probenunterstützung in Verbindung gebracht werden.“
Sagt auch etwas aus (und irgendwie auch verständlich). 2 Privatpersonen (Danke Peter, Danke Anja) haben den Rest bezahlt.
Eine (ansatzweise) empirisch Messreihe wäre somit möglich gewesen – ein mutmaßlicher (politischer) Skanal inklusive (vielleicht…?).
Das Geld wurde nun zurückgezahlt – Friede, Freude, Eierkuchen (?).

Unsere Kavallerie (auf dem Bild Black Beauty) kann somit zurückgepfiffen werden.
Das bunte Ding an der geballten Faust ist unser Grashüpfer (oder so ähnlich?) „Klopfer“.
Die Zeit, welche ansonsten in die mit Sicherheit nicht nur aufgrund der sommerlichen Temoeraturen „hitzige“ Debatte investiert worden wäre,
kann nun für die Blühwiesenmahd einfliessen, sehr sehr gut!

Ach ja: Und dann wäre da noch der Abgeordneten-Watch auf Regionalebene

Es gehört zum „Guten Ton“ einer Demokratie, dass vom Volk gewählte VertreterInnen sich auch mal zu ihren Entscheidungen
äußern oder aber „ihnen auf die Finger geschaut wird“.
Nun…., schaut man sich die CDU/SPD-Vertretung des Kreistages so an, dann wird deutlich, dass auch diverse VertreterInnen
der CDU/SPD aus Melle kommen, somit also offensiv sogar für eine Schutzstreifen-Verknappung in ihrem eigenen Wahlbezirk gestimmt haben.
Etwas härter fomuliert: „Ich lebe dort zwar auch, meine WählerInnen ebenso, aber ein Pestizid-Schutzstreifen in Naturschutzgebieten meines Heimatkreises kann doch wohl nicht sooooooooo wichtig sein“.

Doch Vorsicht: Nicht automatisch bedeutet eine CDU/SPD-Kreistags-Zugehörigkeit, dass auch tatsächlich für eine solche Verknappung gevotet wurde!
(Denn: Vor der Abstimmung haben auch einige VertreterInnen den Abstimmungs-Saal verlassen).

Nun wäre es schon interessant zu wissen, WER GENAU denn nun den für den Blödsinn gestimmt hat (so als mündige/r Wähler/in besteht daran ja ein berechtigtes Interesse).
Und dennoch: Die Entscheidung ist hinfällig, obsolet, in diesem Sinne also „Schwamm drüber“?
Und den vermeintlichen „Kadavergehorsam“ einzelner Lokal-VertreterInnen beinfach so akzeptieren?

Natürlich „hört man sich so um“: „Wer war denn dabei? Wer hat denn den Saal nicht verlassen?“
Aber das sind und bleiben letztlich Gerüchte – und Gerüchte sind riskant und gefährlich – weil sie eben nicht auf Fakten beruhen.

Als lokaler Umweltaktivist bleibt diese Frage dennoch mindestens so interessant wie Anfang der 70er die
Steiner-Wienand-Affäre für die CDU [https://de.wikipedia.org/wiki/Steiner-Wienand-Aff%C3%A4re].
Aber letztlich: Irgendwann ist alles Geschichte! Ist dann eben so…

In diesem Sinne:
Blumiger Landkreis Osnabrück
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Spenden:
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Das beste Heu ever

Heute nen Tag Urlaub um mal dies und das zu erledigen.
Etwas Zeit für die Blühwiesenmahd sitzt auch drin.
Heuernte (das beste Blühwiesenheu ever). Fällt ja wirklich schwer, gerade jetzt, wo die Blühwiesen in allen Farben blühen, diese zur Hälfte abzumähen.
50% müssen aber runter (nur 50%, ansonsten haben die Insekten ein massives Nahrungsproblem), damit die Wiese dann eine zweite Blühperiode bekommt.
Das Schnittgut bleibt einige Tage liegen und wird dann, so wie früher, zusammengeharkt (spart man sich das Fitnessstudio).
Es landet dann als feinstes Blühwiesenheu in unseren Heu-Lagern, um im Winter an unsere Gnadenhoftiere verfüttert zu werden.

Viele Tipps und Tricks zur Mahd findet Ihr hier:

Eine Blühwiese anlegen

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Jede Spende hilft uns weitere Blühwiesen anzulegen:
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Die Blühwiesenmahd 2019 beginnt

Teuerste Investition ever getätigt 🎷👑🌻🌻🌺🥀🚘🎇🎇🎁🎁♥️
 
Und mit der Anlage der „letzten Blühwiese 2019“ beginnt dann auch gleich die „erste Mahd 2019“.
Wir haben dafür extra eine der bislang teuersten Investitionen in unserem Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ ever getätigt.
Einen XXL-Hänger für ca. 1 Million Euro, um größere Maschinen damit transportieren zu können, insbesondere aber auch das Blühwiesen-Mahdgut (Heu).
Unser Maschinenwart Karstens Karsten Wachsmuth hegt und pflegt das Ding „wie seinen eigenen Nachwuchs“ 🙂
Das Ding eröffnet uns (endlich) ganz neue Möglichkeiten, weil wir nicht mehr alles „in einer Puppen-Schubkarre“ transportieren müssen.
Die erste Mahd wurde dann heute auch durchgeführt.
Bei der Mahd ist es wichtig, zunächst nur die Hälfte der Blühwiese zu mähen und erst in ca. 6-8 Wochen, wenn die andere Hälfte blüht,
die weiteren 50 %.
Ansonsten würde auf den Flächen für Insekten eine Hungersnot ausbrechen (ernsthaft, würde alles vernichten, was mühsam aufgebaut wurde).
Das Schnittgut bleibt dann erst mal 2-3 Tage liegen, damit die Samenstände bei der Trockenheit herausfallen können.
Erst dann wird es als Heu abtransportiert und kommt dann auf unserem Gnadenhof Brödel (Melle) im Winter als Futter zum Einsatz.
Zu empfehlen ist es auch etwa 10% der Stängel garnicht zu mähen und etwa 2 Jahre stehen zu lassen (erst im zweiten Jahr legen die Stängelbrüter dort
ihre Eier ab, im ersyten Jahr sind die Stängel noch nicht brüchig genug).
 
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Blühwiese 140 und 141

Was für ein Tag! Heute die letzte Blühwiese im Jahre 2019 angelegt.🌼🌸🐝🦋🐞🦎🐜
Wir sind völlig platt und ko, haben aber das ehrgeizige Ziel für 2019 erreicht.
Heute wurden im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ die Blühwiesen Nummer 140 und 141
angelegt. Erneut in Venne/Ostercappeln. Danke an Philip Ufer , Johanna, den Golfclub Varus und die Walburgis Kirchengemeinde Venne.
 
Das Zwischenziel für 2019 ist erreicht um überhaupt ansatzweise eine Chance zu haben, das Insektensterben im Landkreis Osnabrück
einzudämmen (Symptombehandlung). Oft waren wir in der letzten Zeit gereizt und genervt, das bleibt nicht aus, aber jetzt haben wir einen Zwischenstand
erreicht, welcher tatsächlich einen Blühwiesenkorridor von Melle nach Hagen a.T.W. im nächsten Jahr möglich macht.
Und viele viele größere Blüh-Inseln sind entstanden, z.B. in Venne.
Und jetzt sagen wir: Pause! Es war wieder etwas zu viel in diesem Jahr, nächstes Jahr wollen wir (mal wieder) die Ressourcen etwas schonender einsetzen.
Dieses Jahr wird keine weitere Blühwiese von uns angelegt, auch im Herbst nicht.
Jetzt im Sommer setzen wir unsere Energie ein, um verschiedene Blühwiesen zu mähen oder beweiden zu lassen.
Ohne Mahd oder Beweidung werden die Areale im nächsten Jahr nicht blühen, keine Chance.
Bei vielen vielen Blühflächen haben wir vereinbart, dass die Besitzer die Mahd selber durchführen, aber auf etlichen Flächen werden wir
(mit unseren Gnadenhoftieren) natürlich noch selbst aktiv werden.
 
Philip hat heute beim Golfclub Varus in Ostercappeln ein Areal für eine weitere Blühwiese gefräst.
Eingesetzt wurde regionales Saatgut von Rieger Hofmann, „Sand-Magerrasen-Mischung“.
Der Golfplatz in Venne ist so oder so schon eine Vernetzung toller Biotope.
Da dort auf einem Teilgelände besonders nährstoffarmer Boden vorhanden ist haben wir dort gemeinsam eine besondere Magermischung eingesät.
Es ist auch ein Stück weit ein Experiment, welche
Arten sich hier durchsetzen (ist es letztlich aber bei jeder Blühwiese).
Auf dem Heidefriedhof in Venne wurden weitere 200 m² angelegt.
Die Blühwiesen-Vernetzung in dem kleinen Ort kann sich sehen lassen.
 
Eine Besonderheit ist auch das Engagement der dortigen Kirchengemeinde (insbesondere Johanna und Philip).
Johanna wird für den nächsten Gemeindebrief über 1000 Saatgut-Tütchen mit regionalem Saatgut verpacken, damit auch in den heimmischen
Gärten im Jahre 2020 auf 1 bis 2 m² regionale Wildblumen wachsen. Danke !!! 🙂
 
Von den in Venne im Mai ausgesäten Blühflächen blüht sogar schon einiges, obwohl es gerade mal 6 Wochen her ist.
So !!! stoppen wir das Artensterben.
 
Damit wir auch im nächsten Jahr weitere Blühwiesen anlegen können, würden wir uns über Spenden freuen:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck
 
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Das Ferkelkraut blüht

Gestern stand die Kastration unserer 3 kleiner Ziegenböcke an.
Durch die Betäubung waren die zunächst ganz schön schachmacht gesetzt. Nach etwa drei Stunden jedoch konnten sie schon wieder wackelig über die Wiesen traben.
Auf zwei der Flächen blüht gerade ganz herrlich das Ferkelkraut.

Eine Besonderheit: Dieses blüht nur an sonnigen Tagen und nur vormittags:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliches_Ferkelkraut

Finden die kleinen Böcke gut und scheint gut zu schmecken 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Großprojekt für Insekten

Was für ein gigantisches Projekt!

Auf Initiative der gmh-Gruppe (Stahlwerk Georgsmarienhütte) und der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte fand heute in Hasbergen gemeinsam mit der Gärtnerei Schönhoff (http://www.schoenhoff-gaerten.de) und „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe) ein gigantischer Aktionstag zum Schutze der Insekten statt.

 

An der „Alten Tecklenburger Straße“ (Ecke Osnabrücker Straße) beteiligten sich heute früh nahezu 100 Menschen am Aufbau verschiedener Insektenhotels, der Anlage zweier Trockensteinmauern, der Anlage eines Feuchtbiotops mit Lehmkuhlen, der Anlage einer Blühwiese und dem Aufbau einer Benjeshecke (super Rückzugsort auch für Kleintiere und Vögel).

Das war nicht nur stark, das war HERAUSRAGEND!!! Innerhalb weniger Stunden wurde das Areal in ein erstklassiges Biotop verwandelt. Die Akteure wuselten emsig wie in einem Ameisenhaufen. Aufgrund der Vielzahl der Teilnehmer und der vielen Maschinen wurde sogar ein Fahrsteifen abgesperrt. Das Feuchtbiotop wurde durch die Werksfeuerwehr mit Wasser gefüllt.

Hier finden Insekten nicht nur Pollen und Nektar sondern auch eine Vielzahl von Nisthilfen und sogar eine Wasserquelle (abgesichert durch eine Holzwurzel). Ein gigantischer Totholzstamm (mit gefühlt 1 Million gebohrten Brutlöchern) wurde zudem aufgestellt. Das war GROSSARTIG und mehr als nur ein Zeichen!

Danke an alle, die dabei waren!

Auf 1500 m² ein Paradies – nicht nur für Insekten. Auf der Karte ist erkennbar, was ungefähr wo zu finden ist:

TSM = Trockensteinmauer

FBT = Feuchtbiotop

Benjes-H. = Benjes-Hecke

BW = Blühwiese

Gelbe Karos: Insektenhotels

 

Blumiger Landkreis Osnabrück Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

http://blumiger-lkos.de

Spenden immer willkommen: https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Tag der Superlative?

Morgen könnte ein Tag der Superlative werden.
Großaktionstag gemeinsam mit der GMH-Gruppe (Stahlwerk Georgsmarienhütte) und der Stiftung Stahlwerk in Hasbergen.
Heute jede Menge Nistholz präpariert.
Bei Insektennistholtz eignet sich z.B. abgelagerte Eiche oder Buche recht gut, Tanne (Nadelhölzer) sind eher nicht so sehr zu empfehlen (zu faserig).
Die Löcher sollten an der Längs- und nicht an der Stirnseite gebohrt werden (an der Stirnseite entstehen Risse, dort gelangt Feuchtigkeit rein und dann hat die
Nachzucht keine Chance).
Wenn die Löcher zwischen 2 und 10 mm groß sind (und mindestens 6 cm tief), dann schlüpfen dort wieder neugeborene Wildbienen.

Im Hof sieht es aus, als hätte dort ein Tornado gewütet.

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